Kleine Schilifte rüsten sich mit viel Idealismus für die Saison
BEZIRK ROHRBACH. Die Schisaison steht unmittelbar vor der Tür und so rüstet sich im Bezirk nicht nur der „Große Bruder“ Hochficht für den Ansturm im Winter, auch die kleinen Schigebiete haben jede Menge zu bieten und trotzen mit Kampfgeist den oft widrigen Bedingungen.

In Kicking bei Peilstein ist der Schilift mit der – nach eigenen Angaben – „schönsten Hütte in der Region“ zu finden, in die man laufend investiert. Alfred Thaller vom Schiklub freut sich auf die bevorstehende Saison, doch man ist auf genug Naturschnee angewiesen: „Wir fahren erst bei mindestens 30 Zentimetern Schnee. Wenn die Saison losgeht, ist zwei, drei Wochen lang sehr viel los bei uns. Danach flaut es dann ab, weil wir einfach zu nahe am Hochficht sind. Aber die paar Tage genügen, damit sich der Betrieb auszahlt.“
Hütte erweitert
Mit einer Hüttenerweiterung hat sich der Schilift in Hölling bei Arnreit für die kommende Saison gerüstet. Seit 21 Jahren betreibt Johann Hartl mit viel Idealismus den Lift dort: „Wir haben eine Schneekanone und hoffen auf genug Schnee in den Weihnachtsferien. Heuer haben wir die Hütte komplett umgebaut und vergrößert, damit sie wieder am neuesten Stand ist. Für das nächste Jahr ist eine Neuerung beim Lift geplant, da wir den Doppelschlepper vom Hochficht gekauft haben und den dann aufbauen wollen.“ Die Zukunft des kleinen Schiliftes ist übrigens so weit gesichert: Der Sohn will einmal – so es die Winter zulassen – den Betrieb weiterführen.
Zukunft ungewiss
Nicht ganz so klar ist das beim Schilift in Oberaschenberg bei Neustift. Diesen betreiben seit 1977 drei Familien gemeinsam. Max Kainberger: „Man muss es sich schon sehr gut überlegen, ob man weitermacht. Die Winter sind nicht mehr so stark und wenn dann auch noch eine große Investition nötig wäre und die Unterstützung von der öffentlichen Hand fehlt, müssten wir zusperren.“ Seit zwei Jahren müsse man sich nämlich auch die Sicherheitsüberprüfung selber zahlen und auch das Pistengerät, der Strom und die laufende Wartung seien nicht zu unterschätzende Kostenfaktoren. Wenn genug Schnee liegt, öffnet der kleine Lift, der einen Übungshang und eine längere Piste samt Niedrigseillift bietet, seine Pforten.
20 Betriebstage im Vorjahr
Am Bründlberg haben viele Menschen aus der Region ihre ersten Meter auf Schiern zurückgelegt. Der Haslacher Schiclub betreibt die Anlage. Obmann Max Humer: „Heuer haben wir für die Schihütte einen Wasseranschluss gebaut. Wir sind auf Naturschnee angewiesen, aber der Ankauf von Schneekanonen ist für uns einfach zu kostenintensiv. Letztes Jahr hatten wir 20 Betriebstage, was für uns gut passt. Das deckt die Betriebskosten für den Lift, die Arbeit wird von unseren Mitgliedern ehrenamtlich beigesteuert.“ Finanziell hält sich der Club vor allem mit dem großen Faschingsumzug am Faschingssonntag und mit diversen kleineren Veranstaltungen über Wasser.
In Beschneiung investiert
Eine neue Schneekanone hat das Schigebiet Hansberg zu bieten. Betriebsleiter Josef Ehrenmüller hofft, dass man rechtzeitig zur Aktion Pistenfloh des Landes OÖ am 16. und 17. Dezember – zumindest im Kinderland – aufsperren kann. „Wir haben dort heuer das Förderband generalsaniert und sind mit unseren Beschneiungsmöglichkeiten gut aufgestellt. Wir freuen uns wieder auf viele Besucher.“


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