Bezirk Rohrbach macht sich stark für gute Pflege - auch in der Zukunft
BEZIRK ROHRBACH. Die Zahl der 80-Jährigen im Bezirk wird sich im Jahr 2020 bis 2035 um 996 Menschen steigern. Bezirkshauptfrau Wilbirg Mitterlehner als auch Sozial-Landesrätin Birgit Gerstorfer sehen es deshalb als unbedingt notwendig, Betreuungs- und Pflegeleistungen auszubauen, um der Pflege von Bedürftigen gerecht zu werden.

Im Bezirk Rohrbach wird es 2020 rund 3.354 80-jährige Menschen (und älter) geben. Bis zum Jahr 2035 steigt die Anzahl auf 4.350 Menschen an. Im Bezirk hat sich das Alten- und Pflegepersonal in den letzten 20 Jahren verdoppelt. „Das ist ein Top Level wodurch der Fachkräftemangel in der Pflege im Bezirk nicht so stark ausgeprägt ist als in anderen Bezirken. Aber nichts desto trotz müssen wir uns bemühen“, erzählt Bezirkshauptfrau und Sozialhilfeverbandsobfrau Wilbirg Mitterlehner.
Aus Sicht der zu Pflegenden und deren Angehörigen besteht der Wunsch, im Pflegefall so lange wie möglich in der gewohnten Umgebung zu bleiben. Der Fokus der Zukunft liegt daher darauf, deutlich mehr Mobile Dienste einzusetzen und neue Wohnformen für die Betreuung älterer Menschen zu schaffen. In Oberösterreich werden deshalb keine neuen Alten- und Pflegeheime mehr errichtet. Ausnahmen sind Renovierungen oder Ausbauten von bereits bestehenden Häusern. „In Ulrichsberg ist ein Ausbau geplant. Wir befinden uns aber noch im Entscheidungsstadium „, verkündet Mitterlehner.
Rohrbach im Spitzenfeld
Die Devise lautet: „Mobil vor Stationär - und da liegen wir im Bezirk im absoluten Spitzenfeld gegenüber den anderen Bezirken“, freut sich die Bezirkshauptfrau. Und auch was die Fachkräfte in den Alten- und Pflegeheimen betrifft ist man in Rohrbach zufrieden. „Es könnten natürlich mehr sein, aber es ist bestimmt nicht so akut wie in anderen Bezirken“, sagt Mitterlehner.
Ausbau weiterer Pflegeformen
„Für den Ausbau der Betreuungs- und Pflegeleistungen bedeutet das einen notwendigen Ausbau der Mobilen Dienste und der Bereitstellung von neuen, alternativen Wohnformen für die wohnortnahe Betreuung von Menschen mit geringen Pflegestufen. Der Fokus in den Alten- und Pflegheimen soll bei Menschen mit einer Pflegestufe ab vier liegen“, berichtet Sozial-Landesrätin Birgit Gerstorfer von der SPÖ.
Fachkräftestipendium
Aufgrund der Steigerung der Pflegebedürftigen, oberösterreichweit werden es im Jahr 2040 126.000 Menschen sein, sieht Gerstorfer es als unabdingbar darin zu investieren, auch Erwachsenen eine Möglichkeit zu bieten in den Beruf der Pflege einzusteigen und sich die dafür notwendige Ausbildung leisten zu können: Im Jahr 2018 hat man deshalb den Fokus auf Fachkräftestipendien gelegt. „Es freut mich, dass das Fachkräftestipendium auch über 2018 hinaus verlängert wurde und für Sozialberufe in Anspruch genommen werden könne“, sagt Gerstorfer abschließend.


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