Privatinsolvenzen im Bezirk Rohrbach stark rückläufig
BEZIRK ROHRBACH. Die Zahl der Privatinsolvenzen im Bezirk Rohrbach ist stark rückläufig. Gab es 2018 noch 37 Fälle, waren es im Vorjahr nur mehr 16. Der Grund dafür liegt in einer Gesetzesänderung.

„Mit 1. November 2017 wurde unter anderem die Mindestquote abgeschafft, also jener Anteil am Schuldenstand, der mindestens zurückgezahlt werden musste, um eine Entschuldung zu erreichen. Diese Abschaffung macht eine Entschuldung natürlich leichter. Viele Menschen wollten daher die Insolvenz erst nach dieser Änderung anmelden. Das heißt es haben sich 2018 einfach viele Fälle angestaut. Nun pendelt sich das Ganze wieder auf Normalniveau ein“, erklärt Petra Wögerbauer vom Kreditschutzverband von 1870, der die Statistik erstellt hat.
Unternehmensinsolvenzen stabil
Bei den Unternehmensinsolvenzen gab es keine großen Veränderungen. 2018 gab es bezirksweit sechs Fälle, 2019 waren es fünf. Oberösterreichweit stieg die Zahl der Unternehmensinsolvenzen um 1,3 Prozent auf 567 Pleiten. Durch weniger Großinsolvenzen waren aber 21 Prozent weniger Mitarbeiter betroffen als 2018. Für 2020 erwarten sich Wögerbauer und ihre Kollegen einen leichten Anstieg der Firmenpleiten.


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