Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

BEZIRK ROHRBACH. Rund 152 Millionen Euro stehen dem Arbeitsmarktservice (AMS) OÖ für 2020 als Förderbudget zur Verfügung. Das sind rund zehn Millionen Euro weniger als im Vorjahr. Rohrbach bleibt von den Kürzungen aber fast unberührt.

  1 / 2   Dem AMS OÖ stehen 2020 rund zehn Millionen Euro weniger zur Verfügung. Die Rohrbacher Geschäftsstelle bleibt von dieser Kürzung großteils verschont. Foto: Weihbold

„Das AMS Rohrbach ist in der glücklichen Lage, wieder annähernd das Budget von 2019 genehmigt bekommen zu haben und kaum spürbare Kürzungen hinnehmen zu müssen. Somit ist unser Weiterbildungsangebot in etwa so wie in den letzten Jahren“, sagt Geschäftsstellenleiterin Doris Steiner. Trotzdem gebe es dauernd Optimierungen, vor allem was die Art und die Inhalte von Weiterbildungsförderungen betrifft.

Individuelle Ausbildung

„Wir werden inhaltlich vermehrt auf individuelle Förderungen von Kursen setzen. Das heißt arbeitslose bzw. arbeitsuchende Menschen, die eine individuelle Weiterbildung machen möchten, sollen sich nicht scheuen, uns ihre Ideen mitzuteilen.“ Man werde natürlich prüfen, ob diese Weiterbildungswünsche arbeitsmarktpolitisch Sinn machen und ob sich durch die gewünschte Ausbildung die Chance auf eine rasche Arbeitsaufnahme erhöht, „wenn dies der Fall ist, werden wir die Wünsche aber sicher unterstützen.“ 

Rohrbacher Sonderstellung

Warum gerade Rohrbach nicht von den Kürzungen betroffen ist, erklärt Steiner folgendermaßen: “Die Budgetkürzungen im AMS OÖ resultieren in erster Linie daraus, dass die Aktion 20.000 (mit dem Ziel 20.000 staatlich geförderten Arbeitsplätze für Langzeitarbeitslose über 50 zu schaffen, Anm.) ausgelaufen ist und das betrifft eben vor allem den Zentralraum.“

Arbeitslosigkeit bei 4,6 Prozent

Bei der Arbeitslosenquote im Bezirk gibt es unterdessen keine Änderungen. Steiner: „Rohrbach weist im Jänner 2020 mit 4,6 Prozent eine gleich hohe Arbeitslosenquote wie im Jänner 2019 auf. Erfreulich ist der Rückgang gegenüber dem Vorjahr bei den jungen Menschen. Eine leichte Steigerung ist bei den Menschen im Haupterwerbsalter festzustellen. Das ist dem kurzfristigen Freistellen von Arbeitnehmern in Saisonbetrieben geschuldet.“ 

In absoluten Zahlen heißt das, dass Ende Jänner 1162 Personen (286 Frauen, 876 Männer) arbeitslos gemeldet waren. In Schulung sind derzeit 200 Personen (Vorjahr 251). Rohrbach liegt damit weiterhin weit unter der österreichweiten Arbeitslosenquote (8,7 Prozent, Vorjahr 9,1 Prozent) und auch beträchtlich unter der oberösterreichweiten Quote (6,2 Prozent, Vorjahr 6,3 Prozent). Die österreichweit niedrigste Arbeitslosenquote hat derzeit Tirol mit 4,8 Prozent. 


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden