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NEUFELDEN. 15 Jahre nach der Schöpfung an der Großen Mühl will Heim.Art-Künstler Joachim Eckl diese soziale Skulptur an der Donau wiederholen. Der Auftakt zum Brückenschlag - Donauschöpfung erfolgt im September zwischen Inn und March.

Künstler Joachim Eckl will mit seinen Aktionen helfen, Europa zu verstehen. Foto: Gahleitner
  1 / 3   Künstler Joachim Eckl will mit seinen Aktionen helfen, Europa zu verstehen. Foto: Gahleitner

Es war im August 2003, als Joachim Eckl zur Schöpfung geladen hat. 360 Leute haben damals im selben Augenblick Wasser aus der Großen Mühl geschöpft, von der Quelle bis zur Mündung. Dieses mit einigen Umweltpreisen gekürte Projekt dient dem freischaffenden Künstler als Vorlage für ein weitaus größeres Vorhaben, das sich über mehrere Jahre hinziehen wird: Geplant ist die Schöpfung entlang der Donau - vom Ursprung in Donaueschingen bis zur Mündung ins Schwarze Meer, in zehn Staaten, in sieben verschiedenen Sprachen, mit 2000 Leuten.

40 Teams schöpfen an 40 Stellen

Zum Auftakt gibt es von 11. bis 17. September eine 7-Tage-Schöpfung von Passau bis Bratislava. „Innerhalb einer Woche werden an 40 Stellen von 40 kleinen Gruppen 40 Container mit jeweils 1000 Liter mit Donauwasser gefüllt. Gemeinsam schöpfen, gestalten und agieren wir in innerer Verbundenheit durch das Donauwasser“, beschreibt Joachim Eckl. Das Wasser wird dann als Installation „Donau-Zug“ gesammelt und später dem Fluss wieder zurückgegeben.

Donau-Schule verbindet

„Im Sinne der Donau-Schule werden Natur und Umwelt zum Resonanzraum der Innenwelt des Menschen“, ergänzt der Neufeldner, der seit 30 Jahren künstlerisch tätig  ist und den seine Projekte, Installationen und Lehrtätigkeiten quer durch Europa, bis  nach Ägypten und Amerika bringen. Im Vorfeld der Donauschöpfung hat er schon viele Ausstellungen und Installationen im Donauraum realisiert. „Jetzt ist die Zeit reif, diese Idee umzusetzen. Und diese ist auch notwendig, denn nur aus der Kunst heraus kann man den europäischen Gedanken verstehen“, ist Joachim Eckl überzeugt. Er setzt dabei auf den Ansatz einer 500 Jahre alten Stilrichtung: So wie an der Donau zwei Strömungen von West nach Ost aufeinandertreffen, so sei auch die Donau-Schule ein Versuch, zwei Gedankengänge zu verbinden. „Europa ist nicht eine Region, eine Währung oder ein Wirtschaftsraum. Europa ist eine Idee, die statt Konfrontation Kooperation als Ziel hat. Ein Gemeinschaftsgeist soll auftauchen und Platz und Möglichkeiten für Neues schaffen.“

Neue Donau-Schule in der Station

Die Station in Neufelden soll ein zentraler Ort für die Neue Donau-Schule werden. Ein Platz, an dem sich Zukunftsimpulse aus der Kunst heraus entwickeln können und man durch Kunst lernen kann.

Wer sich am Brückenschlag-Donauschöpfung beteiligen will, kann sich bei Joachim Eckl, eckl@servus.at melden.

www.heimart.at; www.donau-danube.eu


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