In Haslach dreht sich zum 30. Mal alles um die textile Kunst
HASLACH. Die nächsten Wochen stehen in Haslach ganz im Zeichen des internationalen Sommersymposiums Textile Kultur, das sich zum 30. Mal jährt. Höhepunkt ist wie gewohnt der Webermarkt am 23. und 24. Juli.

Mehr als 200 Teilnehmende werden zwischen 11. und 29. Juli bei einer Vielzahl an Kursen erwartet, die in den Werkstätten des Textilen Zentrums Haslach abgehalten werden. Internationale Kursleitende geben dabei ihr spezifisches Wissen in verschiedenen Textiltechniken und Gestaltungsverfahren weiter. Der Verein Textile Kultur als Veranstalter freut sich heuer über besonders großes Interesse.
World Wide Weaving
Zur Eröffnungsfeier des Sommersymposiums ist jeder willkommen. Diese findet am Montag, 11. Juli um 19.30 im kleinen Veranstaltungssaal des TuK-Vonwiller-Areals statt. Dabei wird auch die neue Sonderausstellung eröffnet, die bis Oktober im Textilen Zentrum Haslach zu sehen sein wird: Die Show „WWW - World Wide Weaving“ zeigt eine handverlesene Auswahl exquisiter Jacquardgewebe von sechs internationalen Künstlerinnen. Sie waren, jeweils in ihrem Teil der Welt, echte Vorreiterinnen was diese Technik betrifft. Die Ausstellung beschreibt vor allem den Arbeitsprozess und macht nachvollziehbar, wie mit dem Handjacquardwebstuhl umgegangen wird.
Rahmenprogramm mit Webermarkt
Neben Kursen und Ausstellungen gibt es in den drei Wochen der Textilen Kultur Haslach auch wieder ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Vorträgen, Filmvorführungen, Besichtigungen und eine Experimentierwerkstatt. Als Höhepunkt des Symposiums findet am Wochenende 23. und 24. Juli der internationale Webermarkt im alten Ortsteil „auf der Stelzen“ und rund um die Textilfabrik statt. Mehr als 100 jurierte Ausstellende werden dabei ihre hochwertigen Produkte zum Kauf anbieten.
Momente der Verbundenheit im Kirchturm
Ein ganz spezielles Angebot für Gäste und Einheimische ist heuer das Projekt „Happy Hour – Momente der Verbundenheit“: In Kooperation mit dem Neufeldner Künstler Joachim Eckl (Heim.art) werden auf sieben Ebenen des Haslacher Kirchturms besondere Leinenbahnen installiert, die bis zum Herbst von allen Besuchenden in einem partizipativen Projekt bestickt werden sollen. Die Bahnen sind wie Wände montiert, sodass nur gestickt werden kann, wenn eine Person vor und eine hinter der Wand steht und sich die beiden Gegenüber jeweils die Nadel reichen. Ohne sich gegenseitig zu sehen, entsteht bei diesem rhythmischen Austausch eine Art Dialog.
Das Projekt knüpft an die Aktion „Bleichzeit“ an, die 2017 mit Beteiligung der Haslacher durchgeführt wurde. Es will in einer Zeit voller Unsicherheiten die Erfahrung von Verbundenheit ermöglichen, über alle Barrieren hinweg.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden