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HASLACH. 14 Tage im textilen Zentrum waren für drei europäische Textilkünstlerinnen fast zu kurz, um all ihre Visionen und Ideen umsetzen zu können. Entstanden sind textile Träume und dreidimensionale Objekte.

Khristina Vysotskaya, Leonie Burkhardt und Katerina Nakou (v. l.) (Foto: Hanner)
  1 / 2   Khristina Vysotskaya, Leonie Burkhardt und Katerina Nakou (v. l.) (Foto: Hanner)

Für Khristina Vysotskaya aus Weißrussland, Katerina Nakou aus Griechenland und Leonie Burkhardt aus Deutschland wurden in Haslach Visionen zur Wirklichkeit. 14 Tage lang lief das Projekt „Artists in Residence“ im Textilen Zentrum. Leonie Burkhardt bringt es für ihre Kolleginnen auf den Punkt: „Haslach ist ein großer Spielplatz für textile Leute wie uns.“ Sie selbst beschäftigte sich in dieser Zeit mit dreidimensionalen Textil-Objekten, die sie mithilfe von Schrumpfgarnen am Jacquardwebstuhl herstellte.

Bei Katerina Nakou stand die Technik Tufting im Mittelpunkt ihres Aufenthaltes. Ihre Idee war es, getufteten Stoff in textile Kunst zu integrieren, ihn zu färben und zu besticken.

Khristina Vysotskaya ist eine erfahrene Textilkünstlerin mit Ausstellungen unter anderen bei der World Expo 2020 in Dubai. Sie arbeitete in Haslach an weißrussischen Ritualtüchern, sogenannten Rushniks, die sie mit dem Thema Wald und der symbolischen Bedeutung von Bäumen für ihr Volk verband.

Eine Frauendomäne

Für Christina Leitner vom Textilen Zentrum waren es 14 Tage voller Spannung und wertvollen Austauschs: „Es ist toll, dass die Künstlerinnen unsere große Bandbreite an Maschinen so vielfältig nutzen können. Es gibt ja nicht viele Plätze auf der Welt, wo das möglich ist. Deshalb ist auch das Interesse an unserem Angebot groß. Die rein weibliche Besetzung der Artists in Residence spiegelt auch wider, dass die textile Szene heute hauptsächlich aus Frauen besteht.“


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