Neufeldner Künstlerin stellt im mük Freistadt aus
NEUFELDEN. Nicole Kudla zeigt in einer gemeinsamen Ausstellung mit Hildegard Neumaier im mük Freistadt, wie aus Weidenruten, Papier und anderen Materialien zeitlos schöne Objekte entstehen. Traditionelles Handwerk wird dabei eng mit fantastischer Kunst verflochten.
„Verflochten - Weide & Papier“ nennt sich die Ausstellung, die ab 7. Jänner im mük (Mühlviertler Kunsthandwerk) in Freistadt zu sehen ist. Die Neufeldnerin Nicole Kudla zeigt unterschiedliche Objekte, die sowohl funktionell als auch dekorativ sind. So erzählt etwa das Ausstellungsstück „Prothese“ von der Transformation von wertlos gewordenem Zeitungspapier zu einem dauerhaften Objekt. „Zeitungspapier ist alltägliches, vergängliches Material. Im Geflecht verarbeitet ist das neue Objekt körperlich, benutzbar, aber nicht mehr lesbar. Der Akt des Flechtens macht aus dem vergänglichen Medium ein dauerhaftes Objekt. Wie eine Prothese ersetzt dieses etwas Verlorenes, Vergängliches“, erklärt sie ihre Arbeit.
Seit 2010 setzt sich die ausgebildete Pädagogin in diversen Aus- und Weiterbildungen mit dem Flechthandwerk auseinander. Seit 2022 studiert Kudla an der Kunstuniversität Linz an der Abteilung Bildhauerei.
Uraltes Handwerk
Ergänzt wird die Schau im mük durch Körbe und Taschen, geflochten aus Weidenruten von Hildegard Neumaier aus Waldhausen.
Beide Ausstellerinnen verstehen ihre Leidenschaft für das Flechten als eine sich ständig weiter entwickelnde Auseinandersetzung mit dem Ausgangsmaterial. Flechten ist für sie ein wunderbares, uraltes Handwerk, das berührt und bewegt. Es lädt ein zum Befühlen und Bestaunen und hinterlässt ein Gefühl von tiefer innerer Erfüllung.
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