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Theatererlebnis in Helfenberg: "Als Hitler das rosa Kaninchen stahl" berührt mit kindlicher Leichtigkeit

Petra Hanner, 30.07.2026 10:13

HELFENBERG. Wer könnte schon behaupten, dass die Flucht vor den Nazis im Deutschland des Jahres 1933 ein Abenteuer war? Anna tut es! Die Protagonistin des Stückes „Als Hitler das Rosa Kaninchen stahl“, das ab sofort im Theater in der Kulturfabrik Helfenberg zu sehen ist, schafft es gemeinsam mit dem gesamten Ensemble, das an sich schwere Thema mit kindlicher Leichtigkeit anzugehen und vermittelt Resilienz in seiner reinsten Form.

In Helfenberg wird bis 16. August "Als Hitler das Rosa Kaninchen stahl" aufgeführt. (Foto: Hanner)
  1 / 2   In Helfenberg wird bis 16. August "Als Hitler das Rosa Kaninchen stahl" aufgeführt. (Foto: Hanner)

Das Musical, das am 29. Juli in Helfenberg erstmals der Welt präsentiert wurde, beruht auf wahren Begebenheiten und Erlebnissen von Judith Kerr. Auf Grundlage ihrer Romanvorlage ist es Regisseur Henry Mason und Komponist Thomas Zaufke in Helfenberg gelungen, das Publikum mit auf die Flucht quer durch Europa zu nehmen, ohne jedoch in Düsternis zu verfallen.

Im Vordergrund stehen die 9-jährige Anna (Sarah Weidinger) und ihr 12-jähriger Bruder Max (Patrik Cieslik), die als jüdische Kinder im Berlin des Jahres 1933 noch wenig Ahnung von der Tragweite der politischen Ereignisse rund um Adolf Hitler haben. Weil ihr Vater sich als kritischer Mensch und Autor kein Blatt vor den Mund nimmt und schon beizeiten vor der NSDAP und Hitler warnt, muss die Familie fliehen und Anna ihr geliebtes rosa Stoffkaninchen zurücklassen. Von Berlin in die Schweiz, von der Schweiz nach Paris und von Paris nach London: Überall arrangieren sie sich, so gut es eben geht, auch unter widrigsten Umständen.

Der Ort, den wir Zuhause nennen...

Nach gut zwei Stunden Spielzeit und einer gesanglichen sowie musikalischen Meisterleistung aller Mitwirkenden weiß das Publikum, dass es nicht wichtig ist, wo auf der Welt man gerade ist – Hauptsache man ist mit den Menschen zusammen, die man liebt. Oder mit anderen Worten: „Es kann der Ort, den wir Zuhause nennen, morgen auch woanders sein.“

Minutenlange Standing Ovations waren bei der Premiere der Lohn für das gelungene Werk.

 „Als Hitler das Rosa Kaninchen stahl“ ist noch bis 16. August in der Kulturfabrik Helfenberg zu sehen. www.theaterinderkulturfabrik.at


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