Wenn die Tonne halbvoll bleibt: Winter stellt Abfallwirtschaft vor Herausforderung
BEZIRK ROHRBACH. Die Abfallberater vom Bezirksabfall-Verband kennen das Problem schon: Immer wenn es plötzlich kalt wird, häufen sich die Anrufe von Bürgern, dass die Mülltonne nach der Leerung noch halbvoll ist. Der Grund ist einfach erklärt: Die Abfälle sind an der Tonnenwand festgefroren. Dagegen helfen die Tipps der Umweltprofis.

„Wenn der Inhalt in der Tonne angefroren ist, sind die Mitarbeiter des Entsorgungsbetriebes machtlos. Da hilft kein noch so starkes Rütteln“, weiß der Vorsitzende des Bezirks- und Landesabfallverbandes, Josef Moser. Die Bürger haben in diesem Fall kein Anrecht auf wiederholte Leerung und müssen auf den nächsten Termin warten. Zusätzliche orange Abfallsäcke kann man am Gemeindeamt kaufen (4,50 Euro).
Ein Festfrieren lässt sich aber leicht verhindern: So wirken etwa ein paar Blätter zerknülltes Zeitungspapier auf dem Boden der Tonne Wunder; feuchte oder nasse Abfälle ebenfalls in Zeitungspapier wickeln; der Inhalt sollte nur locker eingefüllt werden, nicht zusammenpressen. Am besten ist natürlich ein frostsicherer Standplatz für die Mülltonne in der Garage oder im Keller.
Unerreichbare Mülltonnen
Die winterlichen Verhältnisse führen teilweise zu einem weiteren Problem: Wenn nämlich Schnee und Glätte vorherrschen, kann es vorkommen, dass die Müllabfuhr ganze Straßenabschnitte gar nicht befahren kann. „Die Fahrer dürfen die Sicherheit der Lader, der Sammelfahrzeuge, der Verkehrsteilnehmer und angrenzende Grundstücke nicht gefährden. Deshalb bitten wir um Verständnis, wenn die Abfuhren nicht im üblichen Umfang durchgeführt werden können“, erklärt Moser. Für die Lader selbst ist diese Jahreszeit mit stundenlanger Arbeit bei Kälte und Schnee verbunden, „es ist die anspruchsvollste Zeit im Jahr.“


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