Elmberg-Schülerinnen bringen die Landwirtschaft zu den Kindern
AIGEN-SCHLÄGL. 24 Volksschulen im Bezirk Rohrbach hat die 4E-Klasse der Landwirtschaftsschule Elmberg in zwei Tagen besucht und ihnen dabei die Landwirtschaft spielerisch näher gebracht. „Es war spannend, kurzweilig, herausfordernd und lustig“, resümierten die Schüler beim Projektabschluss im Meierhof Schlägl. Bevor sie aber zu den Kindern in die Schule kamen, war eine Menge Arbeit notwendig.

Das ganze Jahr über haben sich die 29 Schülerinnen und ein Schüler im Unterrichtsgegenstand Projektmanagement und Marketing mit dem Thema Landwirtschaft für Kinder beschäftigt. In Teams aufgeteilt, ging es um die Projektentwicklung, um Marketing, Finanzen, um die Erstellung von Unterrichtsmaterialien und die Produktion eines Films. Letzterer ist das Kernstück des Projektes „Land auf – Film ab“ und zeigt die Rohrbacher Landwirtschaft in ihrer bunten Vielfalt.
Kindgerechtes Fachwissen
„Schon das Drehbuch war eine Herausforderung, denn wir wollten Fachinformation kindgerecht verpacken“, berichtete das Film-Team, das vorher nicht ahnte, wieviel Arbeit in einem 15-minütigen Video steckt. Allein für den Schnitt haben sie 50 Stunden gebraucht.
Werbung für die Landwirtschaft
Bei der Projektpräsentation im Meierhof Schlägl konnten auch die vielen Besucher das Ergebnis ihrer Mühen sehen und die Darsteller – Kleinzells Ortsbäuerin Stefanie Zauner und Biobauer Herwig Stadler sowie Christoph und Anna Maria Zauner – kennenlernen. „Für Werbung müssen wir in der Landwirtschaft selber sorgen, deshalb lasse ich auch keine Gelegenheit aus, unsere Arbeit vorzustellen“, erklärte Stefanie Zauner die Beweggründe fürs Mitmachen. Herwig Stadler ergänzte: „Wir müssen selber hinter unseren Produkten stehen und bewusst einkaufen. Wichtig ist, dass alle an einem Strang ziehen und der Landwirtschaft Wertschätzung entgegenbringen.“
Unterrichtsmaterialien für die Schule
Neben dem Film entwickelten die Elmberg-Schülerinnen auch Unterrichtsmaterialien: Mit Ausmalbildern rund um den Wald, Puzzle, Domino, dem Tier-Memory, einem Bauernhof-Brettspiel oder dem Baum-Quartett brachten sie das Leben und die Arbeit am Hof spielerisch in die 24 beteiligten Volksschulen. Diese Kiste voller Spiele bleibt auch an den Schulen. Ziel des ganzen Projektes war es, den Kindern zu zeigen, dass die Bauern die Grundlage für unsere schöne Landschaft und unsere Nahrung schaffen.
Landwirtschaft ist anders als im Bilderbuch
Die Initiative dafür ging von den Bäuerinnen des Bezirkes Rohrbach aus. Bezirksbäuerin Hedwig Lindorfer wollte damit dem Unwissen gegenübertreten: „Viele Kinder auch bei uns kennen die Landwirtschaft oft nur mehr aus dem Bilderbuch oder Fernsehen. Mit diesem Projekt haben wir 900 Volksschüler erreicht“, ist sie vollauf zufrieden.


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