Die Rückkehr der römischen Legion: Oberranna wird Standort für Landesausstellung 2018
OBERRANNA. „castellum parvulum burgus vocant“ – „ein kleines Kastell, das man burgus nennt“ erwähnt bereits der Historiker Vegetius im 4. Jahrhundert. Zu finden ist die kleine Burg in Oberranna, in der Gemeinde Engelhartszell. Dort wird einer der Standorte der Landesausstellung 2018 sein.

Gegenüber der Rannamündung, auf der Innviertler Seite der Donau nahe Engelhartszell trohnte das Kastell Burgus. Auf der Fläche eines kleinen Einfamilienhauses ragten die Mauern der Wehrtürme zehn Meter in die Höhe. Dass sich auf dem Areal Mauerreste aus der Römerzeit befinden, ist allerdings nichts Neues.
Die unglaubliche Geschichte eines Denkmals
Das Kastell Burgus wurde vor etwa 1700 Jahren errichtet. Bereits damals war die Donau ein Hauptverkehrsweg, die Lage der Wehranlage also ideal. Irgendwann brannte die Burg ab und wurde im Mittelalter mit einem neuen, kleineren Objekt überbaut, welches bis weit in das letzte Jahrhundert als Gasthaus genutzt wurde. Besonders die alten Gemäuer im Keller des Hauses waren ideal, um Wein zu lagern. Gerüchte erzählen auch von manch durchzechter Nacht im Römerkeller.
Weg zur Freilegung geebnet
Irgendwann musste das Gasthaus jedoch schließen und fiel in sich zusammen. Noch 2015 war außer kleinen Bäumen, Schutt und Sträuchern am Platz der jetzigen Ausgrabungen nicht viel zu sehen.
2016 nutzte schließlich die Gemeinde Engelhartszell die Gunst der Stunde, kaufte den Grund des ehemaligen Römerlagers und ebnete somit den Weg zur Freilegung der wertvollen Bausubstanz.
Landesausstellung 2018
Im kommenden Jahr wird Oberranna einer der Hauptorte der Landesausstellung 2018 sein. Parallel zu den Ausgrabungen wurde auch mit dem Lückenschluss des Donauradweges zwischen Engelhartszell und Wesenufer begonnen, um den Besuchern ein einmaliges Erlebnis garantieren zu können.


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