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ROHRBACH-BERG. In den nächsten Monaten wird direkt vor den Toren des Landeskrankenhauses Rohrbach Oberösterreichs erstes Kinder-Rehazentrum mit 77 Patienten- und Begleitbetten entstehen. Der Betriebsbeginn ist für das Frühjahr 2019 geplant.

Viel Prominenz bei der Spatenstichfeier zum Kinder-Rehazentrum in Rohrbach-Berg Foto: Hanner
  1 / 4   Viel Prominenz bei der Spatenstichfeier zum Kinder-Rehazentrum in Rohrbach-Berg Foto: Hanner

Auf 5500 Quadratmetern Nutzfläche werden kindgerechte Therapiemöglichkeiten in einem Haus zusammengeführt. Der Standort Rohrbach-Berg biete neben den fachlichen Kooperationsmöglichkeiten mit dem Krankenhaus auch den nötigen „Wohlfühlfaktor“, der für die Genesung der Kinder und Jugendlichen dringend notwendig sei, betont Stefan Günther, der Geschäftsführer der hospitals-Projektentwicklungsges.m.b.H./Reha Rohrbach Errichtungs/GmbH.

„Echtes Gesundheitszentrum“

Auch die Landesspitalsgesellschaft gespag will sich an der Eigentümerstruktur für das neue Rehazentrum in Rohrbach beteiligen. Vorstandssprecher Karl Lehner: „Es wird quasi ein neues Krankenhaus vor den Toren des Krankenhauses Rohrbach entstehen. Hier wird es eine intensive Zusammenarbeit in den Bereichen Haustechnik, Diagnostik und Küche geben. An diesem Standort entsteht damit ein echtes Gesundheitszentrum in Verbindung mit Krankenhaus, Krankenpflegeschule und Rotem Kreuz.“

23 Millionen Euro werden investiert

Gesundheitslandesrätin Christine Haberlander sieht die 23 Millionen teure Investition in die Region als Wirtschaftsmotor: „Ich bin stolz, dass Rohrbach-Berg als Gesundheitsstandort überzeugen konnte und damit auch gestärkt wird. Nur wenige Kilometer weiter in Haslach wird ein Primärversorgungszentrum gebaut und das Krankenhaus bekommt in absehbarer Zeit einen Magnetresonanztomographen. Die Kinderreha wird eine wichtige Ergänzung bilden.“ Zudem könne auch die umliegende Wirtschaft davon profitieren.

Neuland

Die stationäre Rehabilitation von Kindern und Jugendlichen ist in Österreich weitgehend Neuland, da diese bisher einfach in Erwachseneneinrichtungen mitbetreut wurden. Deshalb wurden bei der Erarbeitung der Behandlungskonzepte für die einzelnen Indikationen Experten ins Boot geholt.

95 Arbeitsplätze

Insgesamt werden rund 95 Arbeitsplätze durch das Großprojekt entstehen. Pro Kind werden die Sozialversicherungen im Schnitt 9000 Euro für die Behandlung in Rohrbach-Berg ausgeben, erklärt der Vorsitzende des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger, Alexander Biach. Zeitgleich wie in Rohrbach-Berg entsteht übrigens im Zuge des Kinder-Rehaplans der Sozialversicherung für die Versorgungsregion Nord auch im niederösterreichischen Bad Erlach ein neues Kinderrehazentrum. Insgesamt werden 109 Betten an den beiden Standorten für diese Region zur Verfügung stehen.

Indikationen, die am Standort Rohrbach-Berg künftig therapiert werden:

- Orthopädie

- Kinderchirurgie

- Neurologie/Neurochirurgie

- Lungenerkrankungen

- Kinder- und Jugendpsychiatrie

- Entwicklungs- und Sozialpädiatrie


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