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Vier neue Häuser und ein Kindergartenanbau: Die Häuslbauer von Sri Lanka waren wieder fleißig

Martina Gahleitner, 19.03.2018 18:31

ST. MARTIN/UNAWATUNA. Zehn Wochen voll harter Arbeit, viel Organisation und Planung, aber auch schöner Momente der Freude und des Dankes liegen hinter Margit und Dietmar Wengler, die auch heuer wieder als Häuslbauer in Sri Lanka tätig waren. Tsunami-Opfer bekommen dank der Beiden ein schönes Dach über den Kopf und damit die Chance auf eine bessere, sichere Zukunft.

  1 / 13   Es ist wieder vollbracht: Vier neue Häuser konnten Margit und Dietmar Wengler bei ihrem mehrwöchigen Aufenthalt in Sri Lanka gemeinsam mit Arbeitern vor Ort errichten und feierlich den Bewohnern übergeben.

„Wir werden oft gefragt, wie wir die Menschen aussuchen, denen wir helfen. Wir begegnen ihnen einfach, sehen ihre Not“, sagt Margit Wengler, die heuer etwa die „Rollstuhlfrau“ kennengelernt hat. Eine junge Mutter von zwei Kindern, die zuerst beide Beine durch eine Granate verloren hat, später ihren Ehemann, der sie verlassen hat, und dann durch den Tsunami ihre Hütte. Seitdem lebt sie mit ihren Töchtern sowie ihrem Bruder und dessen Familie in einem Haus mit zwei Räumen. „Sie kann ohne Hilfe nicht raus, nichtmal in die Buschküche. Nur einmal in der Woche wird sie zum Fernsehen gebracht“, berichtet die St. Martinerin, die schnell wusste, wie sie der Frau helfen kann: „Wir haben ihr einen Fernseher geschenkt und bei der Übergabe konnten wir ihr Herz leuchten sehen. Das war eine solche Freude.“ Nächstes Jahr soll eine rollstuhltaugliche Küche folgen.

Vier neue Häuser und mehr

So wie diese Frau haben viele Menschen in Unawatuna im südlichen Teil Sri Lankas durch den Tsunami alles verloren, ein Haus könnten sie sich mit ihrem kargen Verdienst niemals leisten. Denen greift das Mühlviertler Ehepaar mit finanzkräftiger Hilfe unzähliger Spender und Sponsoren unter die Arme. Vier neue Häuser und drei Küchenanbauten sind heuer entstanden. Dazu ein Anbau beim Kindergarten, eine Toilette und ein zusätzliches Haus am Tempelberg. Alles wird stets mit einer feierlichen Zeremonie eingeweiht, bei der das halbe Dorf zusammenkommt.

Überhaupt ist Neid oder Missgunst kein Thema, „die Nachbarn helfen auf der Baustelle mit oder stellen Strom zur Verfügung. Das ist alles selbstverständlich“, freut sich Margit Wengler, die selbst alle Leute mit Namen kennt und auch bei Geburtstagen stets mit einem kleinen Geschenk auftaucht.

Nächstes Jahr eine Schule

Ans Aufhören denken sie und ihr Mann selbst nach 13 Jahren des Helfens, fast 30 Häusern, zwei Kindergärten, einer Tempelschule, einem Waisen-Altenheim und 70 vermittelten Patenschaften nicht. Im Gegenteil: Im nächsten Jahr soll eine Privatschule für etwa 140 arme Kinder am Tempelberg gebaut werden, damit Kindern eine Chance auf eine bessere Zukunft bekommen.

Mehr Infos: www.srilanka-lunart.at


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