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ROHRBACH-BERG. Um sich Inspirationen für das geplante Jugend- und Kulturhaus zu holen und um das Projekt voranzutreiben, unternahm eine Delegation eine Besichtigungstour nach Vöcklabruck und Salzburg.

Eine Delegation aus Rohrbach schaute sich offene Kulturhäuser in Vöcklabruck und Salzburg an, um das eigene Jugend- und Kulturhaus voranzutreiben. Foto: Diendorfer

Vertreter der Jugendplattform des Bezirkes Rohrbach, der Stadtgemeinde Rohrbach-Berg und Interessierte aus der Region schauten sich Häuser in Vöcklabruck und in Salzburg an. Dabei zeigte sich, dass vor allem das Offene Kulturhaus in Vöcklabruck „haargenau unsere Idee widerspiegelt“, wie Anna Bräuer, die die Fahrt organisierte, meinte.

Räume und Wissen teilen 

Das OKH ist seit 2012 kultureller Regionalversorger und zugleich Möglichkeitsraum. Hier werden Räume und Wissen geteilt und niederschwellig zur Verfügung gestellt. Ziel ist, ein breites Themenspektrum in einem Haus zu vereinen. Dem ist man mit dem Einzug des Jugendzentrum Youx 2015 und Otelo (Offenes Technologielabor) 2017 in Form von offenen Werkstätten wieder eine Schritt näher gekommen. Gemeinsame Schnittstelle ist der Workshop-Raum, wo alle Bereiche des Hauses aufeinandertreffen und sich gegenseitig bereichern. Insgesamt bilden 17 Vereine mit gemeinsam über 1.000 Mitgliedern, über ein Dutzend Einzelpersonen sowie zahlreiche Fördermitglieder das OKH Vöcklabruck. „Dass es heute dieses offene Zentrum gibt, ist einer kleinen Kulturinitiative zu verdanken. Erst nach und nach ist das OKH geworden, was es heute ist“, erzählte Leiterin Jolanda de Wit der Delegation aus Rohrbach.

In Salzburg wurde die offene Kreativ- und Holzwerkstatt besichtigt. Sieben engagierte Pensionistinnen führen ehrenamtlich die Werkstätten, die Menschen zum Selbermachen ermutigen und befähigen wollen.

Konzept ruht auf vier Säulen

Für Rohrbach-Berg liegt ein Konzept für ein Offenes Jugend- und Kulturhaus vor, das auf vier Säulen aufgebaut ist. Die Initiatorinnen Anna Bräuer und Rita Schlagnitweit wollen einerseits ein Jugendzentrum anbieten und Jugend-Kulturarbeit leisten. Ziel sind kulturelle Veranstaltungen, die von (jungen) Menschen selber organisiert oder besucht werden. Auch ein Kulturcafé, in Form eines Sozialprojektes, ist angedacht. Die dritte Säule steht für die Vernetzung von Freizeit- Hilfs- und Beratungsangeboten für Jugendliche und junge Erwachsene. Der vierte und letzte Bereich widmet sich der Talent- und Bildungsarbeit in Form von offenen Kreativ-, Medien- oder Technologiewerkstätten.

Wer sich mit Ideen einbringen möchte, kann sich an Anna Bräuer wenden: anna.braeuer@dioezese-linz.at.


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