Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

ALTENFELDEN. Wohin mit der Trauer, wenn das Kind während der Schwangerschaft oder bei der Geburt stirbt? In der Pfarrkirche Altenfelden finden Familien solcher Sternenkinder eine Nische, in der sie ihre Gedanken und Gefühle niederschreiben und verwahren können.

Die kleine Nische lädt ein, der Trauer um eine verlorene Zukunft nachzuspüren. Foto: privat
  1 / 2   Die kleine Nische lädt ein, der Trauer um eine verlorene Zukunft nachzuspüren. Foto: privat

Seit dem weltweiten Gedenktag für Sternenkinder, der jedes Jahr am zweiten Sonntag im Dezember stattfindet, brennen in der Taufkapelle in der Altenfeldner Kirche Kerzen für jene Kinder, die keine Chance zum Leben hatten. „Es freut mich sehr, dass dieser kleine Gedenkplatz so gut angenommen wird“, sagt Hermine Hartlmayr, die gemeinsam mit Marianne Gruber und dem Team der Katholischen Frauenbewegung und weiteren Helfern den Platz für Sternenkinder initiiert und gestaltet hat.

Immer in den Herzen

Wohl wissend, dass Betroffene Raum für ihre Trauer brauchen. „Eine Mutter freut sich vom ersten Tag an auf das ungeborene Kind. Wenn dieses dann stirbt, tut sich für die Familie ein Loch auf, da bleiben nur Schmerz, Wut und Trauer. Aber so wie die Sterne immer da sind, bleiben auch Sternenkinder immer in den Herzen“, ist Hartlmayr überzeugt.

Briefe an Ungeborene

Ein siebeneckiger Stern mit regenbogenfarbigen Kerzengläsern an der Wand lädt ein, an die still geborenen Kinder zu denken. Daneben steht eine weiße Box mit Holzabdeckung, in die jeder seine Gedanken und Gefühle einwerfen kann. „Diese werden im nächsten Jahr am 8. Dezember ungelesen verbrannt“, verrät die Altenfeldnerin. Sie meint: „So einen Platz sollte es eigentlich in jeder Pfarre geben, denn es gibt wirklich viele Betroffene.“ Pfarrer Clemens stand der Idee von Anfang an offen gegenüber und hat die Nische am weltweiten Gedenktag eingeweiht.

Jedes Jahr am zweiten Sonntag im Dezember gedenken betroffene Familien auf der ganzen Welt um 19 Uhr ihrer frühverstorbenen Kinder, indem sie eine Kerze ans Fenster stellen. Durch die Zeitverschiebung erlöschen die Kerzen in einer Zeitzone, während sie in der nächsten erst entzündet werden. So wandert innerhalb von 24 Stunden eine Lichterwelle um die gesamte Erde.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

18 Jahre Lions-Jugendaustausch: Von Rohrbach hinaus in die Welt

18 Jahre Lions-Jugendaustausch: Von Rohrbach hinaus in die Welt

HASLACH. Fast 100 Jugendliche aus dem Bezirk Rohrbach haben in den vergangenen 18 Jahren am Lions-Jugendaustausch teilgenommen und dabei andere ...

Tips - total regionalMartina Gahleitner
Mühlviertler Oberkrainerfreunde setzen ihre Benefizserie fort

Mühlviertler Oberkrainerfreunde setzen ihre Benefizserie fort

NEUSTIFT/BAD LEONFELDEN. Fünf Benefizkonzerte haben die Mühlviertler Oberkrainerfreunde in den vergangenen drei Jahren gespielt. Im Oktober ...

Tips - total regionalMartina Gahleitner
Melanie Sommereder gewährt Einblicke in ihre Praxis „Ma Womb“

Melanie Sommereder gewährt Einblicke in ihre Praxis „Ma Womb“

ST. OSWALD. Mit ihrer Praxis „Ma Womb“ in St. Oswald hat Melanie Sommereder einen Raum für Weiblichkeit, Verbindung und inneres Ankommen ...

Tips - total regionalMartina Gahleitner
Theaterabend in St. Martin macht Älterwerden sichtbar

Theaterabend in St. Martin macht Älterwerden sichtbar

ST. MARTIN/MKR. Einen Theaterabend, der Herzen und Gedanken berührt, gibt es am 18. September im Pfarrsaal St. Martin. Zu sehen ist ein interaktives ...

Tips - total regionalMartina Gahleitner
Rotes Kreuz führte für sechs Rohrbacher zur Medizinuni

Rotes Kreuz führte für sechs Rohrbacher zur Medizinuni

BEZIRK ROHRBACH. Das Rote Kreuz ist für viele der Einstieg in einen medizinischen oder sozialen Beruf. Aktuell haben gleich sechs Mitarbeitende ...

Tips - total regionalMartina Gahleitner
Christoph Plöderl ist neuer FF-Kommandant im Abschnitt Aigen

Christoph Plöderl ist neuer FF-Kommandant im Abschnitt Aigen

KLAFFER. Mit 100-prozentiger Zustimmung wurde Christoph Plöderl, Kommandant der FF Klaffer, zum neuen Feuerwehrkommandanten des Abschnittes ...

Tips - total regionalMartina Gahleitner
Weitere Beiträge