Außergewöhnliche Übung: Feuerwehr sprengte 50 Jahre alten Schlot der Molkerei
ROHRBACH-BERG. Eine nicht alltägliche Sprengübung konnte vom Leiter des Sprengstützpunktes Rohrbach, Christian Pilsl organisiert werden. Dabei wurde der mehr als 50 Jahre alte, 20 Meter hohe Schlot am Molkereigebäude in Rohrbach-Berg gesprengt.

„Die notwendigen Vorkehrungen wie die Absicherung an den umliegenden Gebäuden, die großräumige Absperrung sowie die Vorbereitungen an dem zu sprengendem Bauwerk bedürfen einem genau durchdachten System“, sagte dazu Bezirksfeuerwehrkommandant Sepp Bröderbauer.
Deshalb wurden nach einem genau ausgearbeiteten Plan zuerst 44 Löcher in den Schlot gebohrt, die anschließend mit Sprengstoff gefüllt und verschlossen wurden. Dann wurden die Zünder verkabelt und eine abschließende Prüfung der Leitungen mit einem Ohm-Meter durchgeführt. Den Bereich der Sprengladungen deckten die Feuerwehrer mit Strohballen, Vlies und Holzlatten ab, um durch die Explosion herumfliegende Teile abzuschwächen. Durch die gezielt gesetzten Sprengladungen konnte ein Keil aus dem Mauerwerk gesprengt werden und der Schlot fiel mit einem lauten Knall und einer großen Staubwolke in die gewünschte Richtung.
Grenzenlose Zusammenarbeit
An der Übung waren neben dem Sprengstützpunkt Rohrbach auch Kameraden aus den Bezirken Urfahr-Umgebung, Freistadt, Eferding sowie Verantwortliche des Landes-Feuerwehrkommandos, Abteilung Katastrophenschutz, beteiligt. Ermöglicht wurde die Sprengübung durch die Firma Weber Bau, die mit dem Abbruch des alten Schlotes beauftragt worden war.


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