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ROHRBACH-BERG. Weil viele Patienten planbare Operationen in Zeiten wie diesen lieber noch ein bisschen aufschieben, hat sich die Wartezeit bei einigen Eingriffen verkürzt. Auf andere Operationen wartet man wiederum etwas länger als im Vorjahr.

Wegen der Coronakrise hat sich die Wartezeit bei einigen Operationen verlängert. Foto: OÖG
Wegen der Coronakrise hat sich die Wartezeit bei einigen Operationen verlängert. Foto: OÖG

„Nasenpolypen- und Mandelverkleinerungen sind hoch elektive Eingriffe, die während des Lockdowns komplett abgesagt werden mussten. Gerade bei diesen Operationen ist auch die Infektionsgefahr für das OP-Team ein Thema“, berichtet Primar Kostja Steiner, stellvertretender Ärztlicher Direktor im Klinikum Rohrbach. Sieben Wochen warten Patienten derzeit auf diesen Eingriff, 18 Wochen waren es im Vorjahr. Zwölf Wochen beträgt die Wartezeit auf eine Knieendoprothesen-OP, 2019 waren es 16 Wochen. Acht Wochen und damit weniger lang wartet man auf einen Termin bei elektrischen Eingriffen, 2019 waren es elf Wochen. Aufgrund von Corona hat sich die Wartezeit bei einigen Behandlungen verlängert: 15 Wochen wartet man derzeit auf eine neue Hüfte und zwei Wochen auf eine Krampfadern-Operation. „Wir arbeiten allerdings mit Hochdruck und verstärktem Personaleinsatz daran, diesen Stau abzuarbeiten“, informiert Steiner.

Saisonal unterschiedlich

Zudem sind Wartezeiten auch saisonal unterschiedlich: Besonders im Frühjahr und im Herbst sind sie länger, als zum Beispiel im Sommer. Dringende Eingriffe sowie akute Verletzungen werden natürlich sofort behandelt. „Längere Wartezeiten können sich auch aus dem OP-Wunschtermin des Patienten ergeben. Einerseits sind Wartezeiten natürlich unerfreulich für die Patienten. Andererseits aber auch ein Zeichen von Qualität, weil die Menschen dort operiert werden wollen, wo sie sich gut betreut und aufgehoben fühlen“, sagt Primar Steiner abschließend.


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