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Gelbe Corona-Ampel nicht nachvollziehbar - Rotes Kreuz hat fast 4.000 Testungen durchgeführt

Martina Gahleitner, 15.09.2020 14:44

ROHRBACH-BERG. Fast 4.000 Covid-19-Testungen hat das Rote Kreuz seit Beginn der Pandemie im März durchgeführt. Für die stationäre Abnahme wurde jetzt ein wintertauglicher Drive-In aufgestellt. Indes wurde die Corona-Ampel für den Bezirk (so wie für fast ganz OÖ) auf Gelb geschaltet – was selbst für den Einsatzstab des Bezirkes nicht nachvollziehbar ist.

  1 / 6   Zweimal täglich ist die Corona-Teststation des Roten Kreuzes für jeweils eine Stunde in Betrieb. Foto: Gahleitner

Nur mehr drei akute Fälle bei insgesamt 217 Covid-19-Erkrankungen im Bezirk Rohrbach meldet das Land OÖ mit Dienstag Mittag. „Alle Fälle können klar nachvollzogen werden und sind zuordenbar. Außerdem haben wir ausreichend Ärzte und Versorgungskapazitäten in unserem Klinikum“, hat Bezirkshauptfrau Wilbirg Mitterlehner kein Verständnis für diese Gelb-Schaltung. Sie könnte sich das nur damit erklären, dass es im Bezirk Rohrbach seit Beginn der Corona-Krise verhältnismäßig viele positiv Erkrankte gab und „allenfalls ein erhöhtes Pendleraufkommen in den Zentralraum Linz einbezogen wurde.“

Schulen bleiben Grün

Die Schulen im Bezirk Rohrbach sollen auf der Präventionsstufe Grün belassen und von der Covid-19-Schulverordnung ausgenommen werden, ergänzt die Chefin des Einsatzstabs.

Wintertauglicher Corona-Drive-In

Getestet wird dann, „wenn es notwendig und sinnvoll ist“ – im Zweifel und bei Grenzfällen lieber zuviel, als zuwenig. Mit Stand von Montag Abend wurden 3.800 Covid-19-Testungen auf behördlichen Auftrag abgewickelt. „Ende der Woche werden wir 4.000 erreichen“, informiert Bezirks-Rettungskommandant Hannes Raab. Wer von der Gesundheitsbehörde, also der Bezirkshauptmannschaft dazu aufgefordert wird, fährt zum neuen Standort des Corona-Drive-Ins schräg gegenüber der Rotkreuz-Bezirksstelle, auf dem Grundstück des Kinderreha-Zentrums Kokon. „Wir haben hier eine wintertaugliche Abnahmestation aufgebaut, die wir solange wie möglich und nötig betreiben können“, sagt Raab. Zusätzlich erfolgen die Abstriche durch das mobile Team des Rotes Kreuzes.

Montag ist der stärkste Tag

Der Drive-In ist derzeit täglich zweimal für jeweils eine Stunde in Betrieb. Wobei es an den Wochenenden meist ruhiger ist, stärkster Tag ist der Montag. „36 Testungen pro Stunde sind möglich“, berichten die beiden Rotkreuz-Rettungssanitäter Michael Lindorfer und Thomas Mitterlehner, die bei der Abnahmestation im Einsatz sind. „Am ersten Container werden die Daten abgeglichen und das Administrative erledigt. Beim zweiten Container erfolgt dann der Abstrich, der nasal oder oral abgenommen wird.“ Zweimal täglich werden die Proben ins Kepler-Klinikum nach Linz geschickt, das Ergebnis sollte dann innerhalb von 24 Stunden nach Abnahme vorliegen.

Der Corona Drive-In des Rotes Kreuzes in der Krankenhausstraße ist von Montag bis Sonntag in Betrieb. Testungen erfolgen derzeit von 9 bis 10 Uhr sowie von 14 bis 15 Uhr – jedoch nur nach behördlichem Auftrag. Für Selbstzahler ist hier keine Testung möglich.


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