Wahre Begebenheit: Autorin greift das Thema Intersexualität auf
AIGEN-SCHLÄGL. „Romy – Ein Leben zwischen zwei Welten“ lautet der Titel des neuen Buches von Isabella Maria Kern. Eine wahre Geschichte über Intersexualität, das Menschen Mut machen soll.

„Ich habe Romy als Richard kennengelernt, vor mehr als 15 Jahren, als ich noch nie etwas von Intersexualität gehört hatte“, blickt die Aigen-Schlägler Autorin Isabella Maria Kern zurück. Im Alter von 28 Jahren erfährt Richard, dass er Eierstöcke und eine Gebärmutter hat. Richard entschließt sich zu einer geschlechtsangleichenden Operation und stößt damit auf Unverständnis in seiner Familie. Aus Richard wird Romy und Romy, skurril, abgehoben, destruktiv und doch liebenswert, versucht seitdem, ihrer Identitätslosigkeit zu entfliehen. Sie stolpert dabei von einem Abenteuer ins nächste, nur um sich die Bestätigung zu holen, als Frau wahrgenommen zu werden, denn ihr Spiegelbild täuscht sie.
Noch immer ein Tabuthema
Das neue Buch von Kern soll Menschen ermutigen, die so wie Romy ein Leben führen wollen, das von den gesellschaftlichen Normen abweicht. Junge Eltern sollen wissen, dass sie auf die Frage: „Ja, was ist es denn? Ein Bub oder ein Mädchen?“ auch mit einem selbstbewussten: „Wir wissen es noch nicht“ antworten können, ohne sich schämen zu müssen. Intersexualität ist noch immer ein Tabuthema, und viele Menschen verwechseln es mit einer geschlechtlichen Orientierung. Intersexuell geborene Menschen sind dem weiblichen oder dem männlichen Geschlecht nicht eindeutig zuordenbar und es wurden oder werden Babys chirurgisch oder hormonell dem „Normgeschlecht“ angepasst, was weitreichende psychische und physische Folgen nach sich zieht. Romys Geschichte soll einen kleinen Einblick in das Gefühlsleben eines Menschen gewähren, der gezwungen war, im falschen Körper aufzuwachsen.


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