Schulungsprojekt stärkt den Hospizgedanken im Mobilen Dienst

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Martina Gahleitner Martina Gahleitner, Tips Redaktion, 28.10.2020 05:30 Uhr

BEZIRK ROHRBACH. Um Menschen in ihren letzten Tagen und Stunden bestmöglich begleiten und unterstützen zu können, will ein Projekt den Hospiz-Gedanken bei den Mobilen Diensten stärken.

Alle drei Organisationen im Bezirk Rohrbach, die im Bereich der Mobilen Betreuung und Pflege tätig sind – also Rotes Kreuz, Caritas und das Arcus Sozialnetzwerk – sind am Projekt von Hospiz Österreich beteiligt. „Wir haben immer häufiger mit Palliativpatienten zu tun und unsere Mitarbeiter stehen oft vor Situationen, die nicht einfach zu entscheiden sind. Die Schulungen sollen Sicherheit im Umgang mit den Patienten und deren Angehörigen geben“, beschreibt Hildegard Rechberger, Pflegedienstleiterin beim Roten Kreuz.

Sterben in der gewohnten Umgebung

Sie merkt, dass die Menschen vermehrt in der gewohnten Umgebung, in der Geborgenheit der Familie, sterben wollen. Die Betreuung zu Hause erfordert aber schwierige ethische Entscheidungen im Alleingang. „Wir wollen dabei Unterstützung und Hilfe geben. Wir reden, hören zu und geben fachlichen Input“, sagt Rechberger.

Der Hospiz- und Palliativgedanke bei den Mobilen Diensten ist nicht neu: „Es gibt immer wieder außerordentliche Schulungen in diese Richtung sowie Hospiz- oder Palliativtagungen. Jetzt wird aber breiter, großflächiger geschult“, sagt die Rotkreuz-Mitarbeiterin.

Schulungspause bis März

Schwerpunkt der dreitägigen Workshops ist die Stärkung der hospizlichen und palliativen Haltung in allen Belangen und Bereichen. Es geht um Kommunikationskompetenz bei herausfordernden Gesprächen, um Sensibilisierung für die Bedürfnisse und den Bedarf zum guten Leben und Sterben von Klienten, um Sicherheit im Pflege- und Betreuungsprozess. Leider hat Corona dazwischengefunkt und die Kurse mussten vorerst auf März verschoben werden. Beim Arcus Sozialnetzwerk konnten drei Mitarbeiterinnen noch vor dem Lockdown die spezielle Schulung absolvieren. „Der Kurs ist sehr gut angekommen“, sagt dazu die Einsatzleiterin der Mobilen Dienste, Edith Hackl. „Man lernt, ganz anders mit Angehörigen und Patienten umzugehen.“

Die Schulungen können von allen Mitarbeitern der drei Organisationen in Anspruch genommen werden. Ziel nach Projektende ist nicht nur der sichere und kompetente Umgang mit schwerkranken und sterbenden Menschen und deren Angehörigen, sondern auch, dass die Belastungen bei der Betreuung reduziert werden.

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