Burg Piberstein muss erneut Abschied von einem "guten Geist" nehmen
HELFENBERG. Als „Hausmeister“ der Burg Piberstein sorgte sich Heinz Bindeus alias „Bamshofer Heinz“ fast zwei Jahrzehnte lang um das alte Gemäuer. Kurz vor Silvester verstarb der gute Geist der Burg im 75. Lebensjahr.

Heinz Bindeus mauerte, mähte, besserte aus und half bei allem was so auf Burg Piberstein anfiel. Im selben Jahr noch, in dem auch Kulturvereins-Obmann Karl Danzer verstarb, musste sich das Team rund um die Burg jetzt auch von einer weiteren verdienten Persönlichkeit verabschieden.
Geboren wurde er 1946 in unmittelbarer Nähe der Burg, am Bamshof. Dies ist ein uralter Bauernhof, der aus der Rodungszeit stammt, genauso wie die Burg selber. Nach der Schule arbeitete er zuerst daheim in der Landwirtschaft. Nach dem Bundesheer ging er zur Post, zum Telegrafenbau. Bei dieser Arbeit lernte er viele Leute im mittleren Mühlviertel kennen und die Leute kannten ihn. Einen, der immer gut drauf ist und einen lockeren Spruch auf den Lippen hat merkt man sich eben.
Familie war stets wichtig
1976 heiratete er Elli. Der Ehe entsprossen zwei Söhne, Christian und Gerald, und in der Zwischenzeit gibt es schon drei Enkelkinder. Das Familienleben war Heinz stets sehr wichtig.
Das Spezielle an ihm waren seine vielen Talente, die er auch ausnützte und mannigfaltig half. Fast 50 Jahre lang war er bei der Feuerwehr Altenschlag, lange war er beim Obst- und Gartenbauverein Kassier und schnitt Bäume und Sträucher. Gemeinsam mit seinem Freund Erwin pflegte er den Friedhof in Helfenberg, was ob der steilen Hanglage nicht so einfach ist.
„Hilfsbereitschaft, Fleiß und Geselligkeit zeichneten diesen wahrhaft besonderen Menschen aus. Er ruhe in Frieden!“, erinnert sich Hermann Eckerstorfer vom Kulturverein Piberstein an seinen Freund und Wegbegleiter.


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