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ST. MARTIN. Der 86-jährige Harry Merl erzählte den Viertklassern der Mittelschule St. Martin von seinem bewegten Leben vor und während des Zweiten Weltkriegs.

Der 86-jährige Harry Merl war zu Gast an der Mittelschule St. Martin. (Foto: MS St. Martin)
Der 86-jährige Harry Merl war zu Gast an der Mittelschule St. Martin. (Foto: MS St. Martin)

Der Zeitzeuge ist der Großvater des an der MS St. Martin tätigen Englisch- und Geschichte-Lehrers Pascal Merl. Der 1934 in Wien geborene Psychiater stammt aus einer jüdischen Familie. Seine harmonische Kindheit änderte sich dramatisch, als Hitler in Österreich einmarschierte. An die Reichskristallnacht 1938 erinnert sich Harry Merl noch gut: Während eines Besuches einer befreundeten jüdischen Familie wurden sie von SA-Soldaten überrascht. Er und sein Vater konnten flüchten und entkamen zu diesem Zeitpunkt noch der Überstellung in ein Konzentrationslager. Zurück in der eigenen Wohnung begann eine lange und schwere Zeit des Vertreibens, Verlustes, Verzichts und Versteckens für die gesamte Familie.

Zwei beeindruckende Stunden

Mit seiner Lebensgeschichte, seinen Erlebnissen und Erfahrungen verstand es Merl, seine jungen Zuhörer zu fesseln. Die zwei Stunden waren für die Jugendlichen ein beeindruckendes Erlebnis.


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