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BEZIRK. Mit den Lockerungen der Corona-Maßnahmen trauen sich einige ehrenamtliche Festlveranstalter wieder drüber und laden zum Sommerfest. Nach einem Jahr Zwangspause und ungewolltem Stillstand des Vereinslebens sind diese wichtiger denn je – wobei das Geldverdienen sicherlich nicht an erster Stelle steht.

  1 / 3   Unter zusätzlichen Sicherheits- und Gesundheitsvorkehrungen darf wieder getanzt und gefeiert werden. (Foto: Waldfest Niederwaldkirchen)

Das Comeback der Festln gibt es mancherorts in reduzierter Form als Früh- oder Dämmerschoppen, aber auch in gewohnter Art und Weise mit Zeltfeststimmung und Barbetrieb. Feuerwehren, Musik- und andere Vereine möchten den Besuchern, die sich nach einem „normalen Sommer“ und Partystimmung sehnen, wieder etwas bieten.

Wobei man sich der Verantwortung um die Gesundheit der Gäste vollkommen bewusst ist: „Kein Fest um jeden Preis“, heißt es etwa beim Organisationsteam des Waldfestes Niederwaldkirchen: „Ohne gewisse Einschränkungen und zusätzliche Sicherheits- und vor allem Gesundheitsmaßnahmen wird es nicht funktionieren.“ 3-G-Kontrollen sind fixer Bestandteil für Besucher und Personal bei allen Festen, ohne diese wird man auf kein Festgelände kommen. Und kurzfristig sind auch Absagen möglich, wenn dies die Corona-Situation erfordert.

Feste erhalten die Gemeinschaft

Die ehrenamtlichen Organisatoren und Verantwortlichen der Sommerfeste, die es teilweise seit mehr als 50 Jahren gibt, stoßen dennoch mit ihren Vorhaben nicht überall auf offene Ohren und Zustimmung. „Der Grund, warum wir das machen, ist primär auf keinen Fall, um jede Menge Geld zu verdienen“, betonen die Waldfest-Organisatoren. „So ein Jahr Pause verändert vieles in den Vereinen und es besteht die Gefahr, dass die Gemeinschaft zu zerbröckeln beginnt. Vor allem ältere Mitglieder sind dann schwer zu begeistern, wieder mitzuhelfen. Was sich bei den Feuerwehren auch stark auf die Einsatzbereitschaft tagsüber auswirken kann. Die Jungen sind oft nicht greifbar, da brauchen wir die Kameraden der Generation 50plus.“

Umsatzbringer für regionale Wirtschaft

Zudem dürfe man die Wirtschaftsleistung der Feste nicht vergessen: Durch den Einsatz und Fleiß von tausenden Vereinsmitgliedern und freiwilligen Helfern wird eine regionale Wirtschaftsleistung in Millionenhöhe generiert. Brauereien, Fleischer, Bäcker, Getränkehändler und andere Lieferanten machen im Sommer starke Umsätze mit den Festln im Bezirk, dazu kommen Steuern und Abgaben.

Ausrüstung selbst finanzieren

Der Erlös der Veranstaltungen wiederum dient für die Anschaffung von Ausrüstung für Feuerwehr oder Musik und „entlastet die Budgets von Land und Gemeinden“, ergänzen die Festl-Verantwortlichen. „Seit 47 Jahren wird der Erlös für Feuerwehrausrüstung verwendet; wir freuen uns auch 2021 über eure Unterstützung“, lädt Kommandant Markus Gruber schon jetzt zum Neuhauserfest ein.

Es wird wieder getanzt

Die St. Martiner wollen mit dem Urwaldfest den Gästen „eine Rückkehr zur Normalität unter sicheren Rahmenbedingungen ermöglichen“, wie FF-Kommandant-Stv. Philipp Paleczek meint. Denn auch der soziale Aspekt zählt: Bei Sommerfestln trifft man alte und neue Bekannte, erlebt Partystimmung in außergewöhnlichem Ambiente. „Wir tanzen wieder“, verkündet Aubergs FF-Kommandant Stefan Scheiblhofer mit dem Hollerbergfest-Team und verspricht: „Wem es am Hollerberg vor Corona gefallen hat, der soll heuer begeistert sein.“ Auch die Kirchbacher freuen sich, dass „endlich wieder Feier-Abend“ sein darf.

Alle würde sich jetzt noch wünschen, dass neben der 3-G-Regel keine weiteren Beschränkungen auferlegt werden, damit die ehrenamtlichen Veranstaltungen auch durchführbar bleiben.

Sommerfeste 2021

  • Hollerberg-Fest, Auberg: 23. - 25. Juli: Walter Kammerhofer eröffnet mit einem best of den Hollerberg-Freitag. Anschließend verwandeln Hoamspü und weitere Bands und DJ´s den Abend in eine Partynacht für Jung und Alt. Einlass Freitag und Samstag ab 18:07 Uhr
  • Waldfest Niederwaldkirchen: 30. Juli - 1. August: Das Fest startet am Freitag mit dem Bayrischen Hias und Erdäpfelkraut beim Gstanzlsingen, danach geht's mit Stand Up Music auf der Hauptbühne und den DJs in den Bars richtig auf. 
  • Zeltfest Kirchbach: 30.Juli - 1. August: Mit Brettljausen und musikalischer Unterhaltung von den Ppowlis und später die Gasteiner wird ins Wochenende gestartet. Samstag sorgen die Granaten für Mega-Stimmung im Festzelt. Im Barzelt werden die Gäste von feinen Beats begleitet. 
  • Einweihung & Dämmerschoppen in Kleinzell: 6. - 7. August
  • Neuhauser Fest, Plöcking: 13. - 15. August: In Neuhaus wird heuer wieder gefeiert. In der Stierbar wird mit Lifemusik ordentlich gerockt. Diverse DJ´s werden richtig einheizen.
  • Urwaldfest St. Martin: 20. - 22. August: Am Samstag findet erstmals der Wildsau Dirt Run, einer der härtesten Hindernisläufe durch Dreck und Schlamm, am Urwaldfest-Gelände statt.
  • Waldfest Teufelsberg, St. Peter: 27. - 29. August: Am Teufelsberg ist Ende August der Abschluss vom Auftakt!

Um Gedränge und Stau beim Eintritt zu vermeiden, werden Gäste ersucht, etwas früher zu kommen.


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