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STEINBRUCH. Schon vor zehn Jahren wurde die Idee geboren, der St. Anna-Kirche in Steinbruch zwei neue Glocken zu bescheren und damit den ursprünglichen Dreiklang wieder herzustellen. Zum 500-jährigen Jubiläum der bestehenden Anna-Glocke konnte dieses Vorhaben jetzt mit der feierlichen Glockenweihe vollendet werden.

 (Foto: Gahleitner)
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Alles blickte gespannt auf den Kirchturm, als am Sonntag um 11 Uhr erstmals der Glocken-Dreiklang zu hören war. Und damit eben auch die beiden neuen Glocken, die zuvor von Johannes Holzinger, Propst des Stiftes St. Florian, gesegnet und gesalbt, dann von den beiden Initiatoren Johannes Artmayr und Gustav Auzinger angeschlagen und schließlich an ihrem Bestimmungsort auf 20 Meter Höhe montiert worden waren.

345 Kilo wiegt die Anna-Glocke, die schon seit exakt 500 Jahren dort oben hängt, verrät der Orgel- und Glockenreferent der Diözese Linz, Siegfried Adlberger. Zu ihr gesellten sich eine 200 Kilo schwere Glocke, die den Heiligen Johannes und Barbara geweiht ist, sowie eine etwa 100 Kilo-Glocke zu Ehren von Bischof Altmann von Passau, dem Gründer des Stiftes St. Florian. „Es ist eine Einheit aus Verschiedenheit“, meinte Stiftspfarrer Harald Ehrl in seiner Predigt beim Festgottesdienst. Er war es auch, nach dessen Anregungen die Glocken gestaltet wurden.

Viele Mitwirkende

Umgesetzt hat diese Künstler Gerhard Wünsche aus Pfarrkirchen – ein Profi auf diesem Gebiet, der etwa auch schon die große Friedensglocke für die Landesausstellung in Waldhausen erschaffen hat. Spruchbänder, Bilder der Heiligen und des Bischofs und auch Köpfe der Spender zieren die beiden Glocken, die nach Wünsches Vorlage aus Wachs bei der Passauer Firma Perner in historischer Weise gegossen wurden. „Das ist ein Gesamtkunstwerk, an dem viele mitwirken – das ist das Schöne daran“, resümiert der Bildhauer.

Adventstunden für die Glocken

Finanziert werden konnte die Anschaffung dank der von Johannes Artmayr reaktivierten Adventstunden in der Steinbruch-Kirche und den dabei gesammelten Spenden von Freunden und Förderern. Sie ermöglichten es, dass die kleine Filialkirche der Pfarre St. Peter ihre in den Kriegswirren verschwundenen Glocken wieder zurückbekommen hat. Künftig wird die Johannes-Glocke regelmäßig elektronisch geläutet, für den Dreiklang heißt es aber selbst Hand anlegen und an den Seilen ziehen.


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