Ehrenamtliche Festln wären mit 2G-Regel nicht durchführbar

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Besonders früh kamen die Gäste heuer auf den Hollerberg, Einlass war bereits ab 18.07 Uhr.  Foto: FF Auberg
Besonders früh kamen die Gäste heuer auf den Hollerberg, Einlass war bereits ab 18.07 Uhr. Foto: FF Auberg
Martina Gahleitner Martina Gahleitner, Tips Redaktion, 26.07.2021 17:56 Uhr

BEZIRK ROHRBACH. Der Hollerberg hat vorgezeigt, wie kontrolliert ein Sommerfest mit 3G-Regel und Registrierung ablaufen kann. In den nächsten Wochen werden noch weitere ehrenamtliche Sommerfeste folgen – und damit eine kleine Rückkehr zur Normalität für junge Leute.

„Wir haben über ein Jahr lang die Älteren und das Gesundheitssystem geschützt. Jetzt ist es an der Zeit, dass die Jungen und Junggebliebenen wieder feiern und tanzen dürfen“, meint Andi Schauer vom Organisationsteam des Hollerbergfestes. Der Corona-Beauftragte freut sich über das gelungene Festl-Wochenende, denn noch vier Tage vor dem Start war unklar, ob Zeltfeste tatsächlich unter Einhaltung der 3G-Regel (Einlass also, wenn geimpft, genesen oder mit negativem Antigen-Test) stattfinden können. Hätten sich die Auflagen verschärft und wäre nur 2G erlaubt gewesen, wären solche ehrenamtlichen Feste derzeit nicht durchführbar. „Wir haben mit rund 15 Leuten die Einhaltung der 3G-Regel kontrolliert und zusätzlich war jeden Tag die Bezirkshauptmannschaft vertreten. Auch die Registrierung hat bestens funktioniert, 95 Prozent haben das gleich online erledigt“, berichtet Schauer.

Freude bei Veranstaltern und Besuchern

So konnten tausende Besucher das einzigartige Programm und Festgelände am Hollerberg genießen und wieder feiern und tanzen. Selbst von einem Regenguss am Samstag ließen sie sich davon nicht abhalten. Die Freude der Gäste war jedenfalls groß. „Super, dass ihr es durchgezogen habt“, oder „endlich wieder feiern“, war da zu hören.

Weitere Feste folgen

Am bevorstehenden letzten Juli-Wochenende laden die Kirchbacher zum Zeltfest (30. und 31. Juli); ebenso findet das Waldfest in Niederwaldkirchen statt (30. Juli bis 1. August). Einige weitere ehrenamtliche Feste werden noch folgen. Alle Besucher werden ersucht, die 3G-Regel ordentlich und ehrlich einzuhalten. Für die Vereine, die schon im Vorjahr alle Festln absagen mussten, sind diese nicht nur eine wichtige Einnahmequelle, um unter anderem Ausrüstung zu finanzieren, sondern vor allem stärken sie die Gemeinschaft.

Kein Verständnis für unterschiedliche Regeln

Die Veranstalter erklären sich aber auch solidarisch mit der Nacht­gastronomie und verstehen nicht, warum hier unterschiedliche Regeln zur Anwendung kommen. Denn 3G gilt nur für jene Vereinsfeste, die nur einmal im Jahr, zeitlich beschränkt stattfinden. Der Nachtgastronomie werden mit der beschlossenen 2G-Regel (Eintritt, wenn geimpft oder mit einem negativen PCR-Testergebnis) weiterhin Steine in den Weg gelegt. Stefan Scheiblhofer, Kommandant der FF Auberg, macht deutlich: „Der Bezirk Rohrbach verfügt nicht über die notwendige Infrastruktur. Warum gibt es in der Stadt Gratis-PCR-Gurgeltests, aber nicht am Land?“

Versteckter Impfzwang

Scharfe Kritik richtet auch die FPÖ-Jugendkandidatin Stefanie Hofmann aus Klaffer an die Bundesregierung: „Mit der 2G-Regel versetzt man einer Branche, die erst am 1. Juli öffnen durfte, den nächsten Todesstoß.“ Jugendliche wolle man mit der Verschärfung zur Impfung zwingen. Denn „einen kostenpflichtigen PCR-Test werden Jugendliche wohl kaum machen. Wer also nicht impfen gehen will oder kann, darf keine Disco mehr besuchen. Damit verlagern sich wie schon zuvor die Feiern und Zusammenkünfte in den Privatbereich“, befürchtet Hofmann.

Erst in die Apotheke, dann in die Disco

Indes sollen bald auch Apotheken kostenlose PCR-Tests anbieten.

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