Vom Wert der Permakultur: Wilde Rose hält buntes Seminarangebot bereit

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Roswitha Diaz Winter hilft mit, den ökologischen Fußabdruck zu reduzieren. (Foto: Gahleitner)
Roswitha Diaz Winter hilft mit, den ökologischen Fußabdruck zu reduzieren. (Foto: Gahleitner)
Martina Gahleitner Martina Gahleitner, Tips Redaktion, 15.09.2021 18:11 Uhr

AIGEN-SCHLÄGL. Die einstige Wagenhütte beim Biogartenhof Mühlland in Wurmbrand hat eine neue Bestimmung: Nach einer nachhaltigen Renovierung ist hier das Ausbildungszentrum „Wilde Rose“ zu finden, in dem Roswitha Diaz Winter lehrt, wie Permakultur, Selbstversorgung und Selbstfürsorge funktionieren.

Erst seit wenigen Wochen ist das Ausbildungszentrum so richtig angelaufen, diese waren aber schon „sehr intensiv“, wie die Leiterin meint. Hauptsächlich werden Ganztagsseminare gebucht. Die Leute nehmen sich gerne Zeit, um zu lernen, wie man den individuellen ökologischen Fußabdruck reduzieren kann. Denn genau das ist das Ziel der Kurse und Seminare, die bei der Wilden Rose angeboten werden. „Das geht in alle Lebensbereiche“, sagt Diaz Winter, „wir helfen, eigene permakulturelle Umfelder zu erkennen und zu optimieren.“

Auf den Nächsten schauen

Eins stellt sie aber gleich klar: „Permakultur dient nicht dem Selbstzweck und ist nicht dazu da, für die eigene kleine Welt eigene Lebensmittel zu produzieren, sondern orientiert sich immer daran, ob es anderen schlechter geht und wie man diesen helfen kann. Permakultur ist zutiefst sozial und hat mit Verschwörungstheorien nichts zu tun. Wer das nicht so sieht, hat Permakultur nicht verstanden“, macht Roswitha Diaz Winter deutlich. Sie ergänzt: Die Probleme der Zukunft, wie Klimawandel, Artenverlust, Überalterung könne man nur gemeinsam lösen. „Den Fokus auf das eigene Ego und Selbstverantwortung zu legen, ist kurzsichtig – das bringt die Gesellschaft zum Kollabieren.“

Mit ihrem Ausbildungszentrum, in dem die Aigen-Schläglerin mit externen Seminarleiterinnen zusammenarbeitet, will sie Möglichkeiten der Kooperationen sichtbar machen. „Es geht auch darum, dass Menschen in echten Austausch kommen. Nur analoges Leben ist wirkliches Leben.“

Ein Baum für jede Gruppe

Besonders wichtig sind Diaz Winter die kleinen Gruppen von vier bis maximal sieben Teilnehmenden. „Da fühlt sich jeder persönlich angesprochen und ich kann auf die Fragen besser eingehen. Außerdem entsteht eine besondere Dynamik in der Kleingruppe.“ Jeder Seminargruppe widmet sie einen Baum, der im Waldgarten oder zum Aufbau der Hecke in der Wildweide gepflanzt wird. Als beliebtestes Angebot hat sich der Permakultur-Planungsworkshop im eigenen Garten entpuppt. In anderen Kursen geht es um Gartentechniken, Bauen und Wohnen, um zeitgemäße Selbstversorgung, aber auch um plastikfreies Leben oder aktive Gesunderhaltung. Angebote für Kinder, etwa die magische Waldpädagogik, ergänzen die vielfältigen Möglichkeiten.

Langsam und gründlich

Im November startet Roswitha Diaz Winter außerdem ein neues Konzept, mit dem Permakultur langsamer als üblich vermittelt wird. „Wir lassen uns ein Jahr Zeit, damit zwischen den einzelnen Seminarteilen Zeit zum Integrieren ins eigene Leben bleibt“, verrät die Ausbildnerin, die auch für ihr jüngstes Angebot schon viele Anfragen hat.

Das Ausbildungszentrum „Wilde Rose“ bietet ein ganzjähriges Programm mit zeitlich und räumlich flexiblen und finanziell erschwinglichen Angeboten. Interessierte suchen sich ein Seminar aus und melden sich an. Der Termin wird dann mit allen Teilnehmenden gemeinsam vereinbart. www.wilderose.at

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