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BEZIRK ROHRBACH. Ganze 19 Kompostieranlagen gibt es im Bezirk Rohrbach, bei denen derzeit reger Betrieb herrscht. Denn sie verwandeln Gartenabfälle in wertvollen Kompost.

19 Landwirte im Bezirk Rohrbach verwandeln biogene Abfälle in wertvollen Kompost. (Foto: Foto Stoebich/Umweltprofis Rohrbach)

Strauch- und Grasschnitt, Fallobst, Blumen und Laub sind neben dem biogenen Küchenabfall die wichtigste Ressource für die Kompostproduktion. Aus rund 10.000 Tonnen biogenem Material erzeugen die 19 Landwirte im Bezirk Rohrbach pro Jahr rund 5.000 Tonnen Kompost. Mit diesem Rohstoff kann eine gesunde Humusschicht im Boden aufgebaut werden. Damit wird Landwirtschaft auch ohne chemischen Dünger möglich.

Keine Störstoffe mitliefern

Das funktioniert aber nur, wenn das Material möglichst ohne Störstoffe angeliefert wird. Kunststoffe (wie Blumentöpfe, Plastiksackerl, verpackte Lebensmittel, „kompostierbare“ Verpackungen), Metall (Kaffeetabs, Alufolie, Maschendrahtzaun) oder Holz (Gartenhütte, Gartenzaun) müssen mühsam händisch aussortiert werden. „Das verursacht nicht nur Ärger, sondern auch hohe Kosten, die letztendlich höhere Abfallgebühren für alle verursachen“, weiß man beim Bezirksabfallverband.

Direkt bei den Kompostanlagen können bis zu 2 m³ Gras, Laub, also weiches Material, das nicht geschreddert wird, oder 4 m³ Strauchschnitt kostenlos angeliefert werden. Großanlieferungen müssen extra und individuell mit dem Kompostierer vereinbart und verrechnet werden.

Gartenabfall über die Bioabfuhr

Möchte ein Bürger auch Gras, Laub oder Obst bei der Bioabfuhr abgeholt bekommen, muss er sich dazu den 80-Liter-Laubsack am Gemeindeamt kaufen (1,60 Euro). Der Kompostierer nimmt dann den Sack bei der Bioabfuhr mit.

Holziges und weiches Material trennen

Bei Strauchschnittsammelplätzen mancher Gemeinden darf nur holziges Material zum Schreddern angeliefert werden. Weiche Gartenabfälle verteuern die Schredderung nur unnötig, da sie das Sieb des Schredders verkleben. Auch die Kompostierer bitten: Bei allen Kompostieranlagen auf die Trennung zwischen weichen Gartenabfällen und holzigen Gartenabfällen achten.

Das darf zur Strauchschnittsammlung: Sträucher, Stauden, Hecken, Äste, Reisig, Wurzeln, kleinere Wurzelstöcke,… Material bis max. 5 cm Durchmesser. Vor der Anlieferung von vom Buchsbaumzünsler befallenem Material bitte den Kompostierer kontaktieren.

Das darf nicht zur Strauchschnittsammlung: Gartenzäune, Holzlatten, Brennholz, Altholz (z.B. Blumentröge), Drähte, Schnüre, Steine, Töpfe, große Wurzelstöcke (Wurzelstöcke können bei privaten Entsorgungsunternehmen entsorgt werden).


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