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HASLACH. Über Jahrzehnte blieb in der Großen Mühl der natürliche Nachwuchs bei der Flussperlmuschel aus. Das Nachzuchtprojekt der önj Haslach hingegen zeigt gute Erfolge.

Eine Wanderausstellung zeigte die Bedeutung der Flussperlmuschel auf. (Foto: Gahleitner)
Eine Wanderausstellung zeigte die Bedeutung der Flussperlmuschel auf. (Foto: Gahleitner)

Seit 2016 bemüht sich die Österreichische Naturschutzjugend (önj) Haslach um den Fortbestand der Flussperlmuschel. Diese führen eine versteckte Lebensweise in den kalten, nährstoffarmen Fließgewässern der Böhmerwaldregion. Mit der dunklen Außenschicht, die beide Muschelschalen überzieht, sind sie gut getarnt und nur schwer am Grund der Gewässer zu entdecken.

Wie in den meisten Gewässern Europas blieb über Jahrzehnte hinweg jedoch auch in der Großen Mühl der natürliche Muschelnachwuchs aus.

Höchste Anzahl an Jungmuscheln

Beim Nachzuchtprojekt der önj Haslach konnte heuer die bisher höchste Anzahl an Jungmuscheln erreicht werden, obwohl das Sommerhalbjahr von kühlen Witterung, verbunden mit Starkregen geprägt war. „Die Jungmuscheln aller früheren Jahrgänge zeigten ebenfalls gute Überlebens- und Entwicklungsraten“, freut sich Sophie Stelzer vom önj-Projektteam. Von Beginn an wird dieses von der Abteilung Naturschutz, dem Forstamt des Stiftes Schlägl und vom Landschaftspflegeverband Passau unterstützt.

Pate werden

Wer das Muschel-Nachzuchtprojekt unterstützen möchte, kann dies als Pate tun. Eine Flussperlmuschel-Patenschaft lässt sich auch gut zu Weihnachten verschenken. Mit dem Kauf der Hand- und Badetücher mit Muschelmotiven, die im Textilen Zentrum Haslach gewebt werden, kann man das aufwändige Nachzuchtprojekt ebenfalls unterstützen. Interessierte schreiben einfach eine Mail an patenschaft@oenj-haslach.at.

Perlengeheimnissen auf der Spur

Die ökologische und kulturhistorische Bedeutung der Flussperlmuschel zeigte die Wanderausstellung über die „Heimischen Perlengeheimnisse“ auf, die dank der Zusammenarbeit der önj Haslach und der OÖ. Landes-Kultur GmbH im Sommer beim Stift Schlägl zu sehen war. Das Interesse und die Zustimmung der Ausstellungsbesucher war überraschend groß.


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