Frühlingsputz im Haslacher Storchenhorst
HASLACH. Rechtzeitig vor der Ankunft von Meister Adebar und seiner Gattin aus dem Süden, wurde der Horst in der Marktgemeinde Haslach gereinigt. Einer erfolgreichen Brutsaison sollte nichts mehr im Wege stehen.

Seit 1996 brüten Weißstörche in Haslach, wobei alljährlich der Horst am stillgelegten Schlot der ehemaligen Textilfabrik Vonwiller am Technik- und Kulturzentrum (TuK) Haslach genutzt wird. Mit tatkräftiger Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr, der Gemeinde Haslach und der Firma Hehenberger hat der Naturschutzbund OÖ diesen jetzt gereinigt und für die Brutsaison vorbereitet.
Im Vorjahr blieb die Jungen-Aufzucht in Haslach leider erfolglos: Es wurde zwar fleißig gebrütet und es sind auch Jungstörche geschlüpft. Leider seien diese aber kurz darauf aufgrund von Gewittern und Starkregen umgekommen, berichtet „Storchenmama“ Eva Grielhüsl, die sich schon jahrelang um die Störche in Haslach kümmert.
Störche brauchen nahrungsreiches Grünland
Landesweit gab es 2021 acht besetzte Weißstorchen-Horste, davon wurde in sechs Horsten gebrütet. „21 Jungstörche sind geschlüpft, von denen wiederum 15 ausgeflogen sind“, informiert Oberösterreichs Storchenexperte Robert Gattringer vom Naturschutzbund. Weißstörche ernähren sich von Kleinsäugern, Amphibien, Reptilien und Großinsekten. Neben einem sicheren Horststandort ist nahrungsreiches Grünland, vor allem Feuchtwiesen, für die Futtersuche wichtig für den Bestand.


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