Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

SARLEINSBACH. „Wir müssen unseren Lebensraum und unsere Lebensgrundlage bewahren, damit wir dieses große Geschenk an die nächsten Generationen weitergeben können.“ Diese Einstellung, die Andreas Eder schon von seinen Eltern mitbekommen hat, ist für den jungen Mauracher-Chef auch Motivation, sich in der neuen Bewegung „Enkeltaugliches Österreich“ zu engagieren.

  1 / 3   Andreas Eder vom Mauracherhof in Sarleinsbach (4.v.l.) ist Teil der neuen Bewegung und Leiter der Arbeitsgruppe Landwirtschaft. (Foto: ENKELTAUGLICHES ÖSTERREICH 2022)

Die größten Biopioniere, nachhaltig denkende Unternehmer, führende Wissenschaftler, aktive Vereine und Organisationen (etwa FiBL Österreich oder BioAustria) und Biobauern aus ganz Österreich haben sich zusammengeschlossen und treten gemeinsam für eine zukunftsfitte, eine enkeltaugliche Gestaltung von Landwirtschaft, Wald, Landschaft und Wirtschaft ein. „Jeder kann in seinem Wirkungskreis etwas verändern und verbessern – und schon Kleinigkeiten bewirken viel“, ist Andreas Eder überzeugt.

Der Geschäftsführer der Biohofbäckerei Mauracher in Sarleinsbach ist Leiter der Gruppe Landwirtschaft. Verständlich, denn im Familienbetrieb hat er von klein auf gelernt, dass in jedem Getreidekorn ein Stück Urkraft des Lebens steckt; dass es guten Boden, reines Wasser, unverfälschtes Saatgut und auch eine reiche Insektenwelt für echte, gesunde Lebensmittel braucht, die nicht belasten. „Wir haben diese Lebensgrundlage und einen Generationenschatz an Wissen von unseren Eltern bekommen und es ist unsere Aufgabe, daraus etwas zu machen. Wir müssen die Gesundheit, Vielfalt und Fülle der Natur für kommende Generationen bewahren, verbessern und weitergeben“, betont der Vater einer kleinen Tochter. Selbst am Mauracher Hof sieht er noch Veränderungspotenzial: „Veränderung ist das einzig Stabile für eine gute Weiterentwicklung.“

Bio muss normal werden

Der junge Landwirt und Unternehmer ist von der ursprünglichen Landwirtschaft, wie es sie in Österreich gegeben hat, überzeugt. „Dort müssen wir wieder hin.“ Was so viel heißt wie: „Biologischer Landbau muss wieder normal werden, ebenso wie nachhaltige Kreislaufwirtschaft.“ Die Bewegung will deshalb auch aufzeigen, dass 100 Prozent bio in Österreich keine Utopie, sondern eine reale Zukunftschance ist. Der Blick müsse auf jeden Fall über die nächste Ernte hinausreichen: „Das was wir tun, hat Auswirkung auf heute, morgen und übermorgen“, sagt Andreas Eder. In unserer Region merke er bereits, dass das Bewusstsein für nachhaltiges Handeln und Wirtschaften steigt.

Die Macht der Konsumenten

Eine Gruppe Aktiver aus ganz Österreich trifft sich nun regelmäßig und setzt sich intensiv mit möglichen Maßnahmen und Projekten auseinander. „Da fährt man dann immer mit einem wirklich guten Gefühl heim, weil wir gemeinsam an einer positiven Zukunft arbeiten“, freut sich der Sarleinsbacher. Wichtig sei jetzt, die Idee unter die Leute zu bringen und zum Nachdenken und Umdenken anzuregen. Denn nur miteinander könne Österreich enkeltauglich werden. „Vor allem als Konsument hat es jeder jeden Tag in der Hand, wie unsere Lebensmittel erzeugt werden. Dieser Macht muss man sich bewusst sein.“ Die Gruppe setzt generell auf Bewusstseinsbildung, nicht auf Verbote oder Petitionen. Eder betont: „Wir tun etwas für unsere Umwelt und unseren Lebensraum und arbeiten an Chancen und Lösungen.“

Über den Sommer wird „Enkeltaugliches Österreich“ einen Maßnahmenkatalog veröffentlichen, in dem für alle etwas dabei ist. Das geht vom Wald setzen bis hin zu einfachen Maßnahmen für zuhause. Aktuelle Infos gibt es laufend in den sozialen Medien oder über den Newsletter.

www.etoe.at
#enkeltauglich

Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden