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ROHRBACH-BERG. Vor zehn Jahren eröffnete das Klinikum Rohrbach das Department für Akutgeriatrie und Remobilisation (AGR), zeitgleich wurden die Palliativbetten in Betrieb genommen. In dieser Zeit wurden insgesamt knapp 4.000 Patienten von einem interdisziplinären Team nach innovativsten Behandlungskonzepten versorgt.

V.l.n.r.: die diplomierte Pflegekraft Paul Madlmayr, Patientin Christine Atzgerstorfer und Pflegefachassistentin Carina Resch im Department für Akutgeriatrie und Remobilisation (Foto: Land OÖ)

Die umfassende Gesundheitsversorgung älterer Menschen stellt in einer Zeit, in der die Lebenserwartung zunehmend steigt, besondere Anforderungen an die Medizin. Durch eine speziell an die Bedürfnisse betagter Patienten angepasste Betreuung ist es möglich, deren Selbstständigkeit so lang wie möglich zu erhalten. Diese intensive Betreuung ermöglichte einem sehr großen Teil der Betroffenen, nach ihrem stationären Aufenthalt am Klinikum Rohrbach in ihr gewohntes Umfeld zurückzukehren.

Enormer Bedarf

„Seit der Eröffnung der Akutgeriatrie und Remobilisation sind wir nahezu durchgehend voll belegt. Das macht deutlich, wie elementar das Department im medizinischen Alltag geworden ist“, freut sich Oberarzt Wolfgang Tenschert, Leiter des Departments AGR. Im Anschluss an eine Operation oder eine akute Erkrankung können Patienten bei Bedarf ihre Behandlung direkt auf der Akutgeriatrie und Remobilisation fortsetzen.

Ambulantes Angebot seit 2018

Seit Jänner 2018 werden am Klinikum Rohrbach ältere Patienten auch ambulant betreut. Die Vorteile dieser neuen Behandlungsform liegen klar auf der Hand: Der stationäre Spitalsaufenthalt verkürzt sich, man kann im gewohnten familiären Umfeld bleiben und gleichzeitig erstklassige Therapiemöglichkeiten in Anspruch nehmen. Das steigert nicht nur die Selbstständigkeit, sondern zugleich auch die Lebensqualität der Betroffenen.

„In unserem Department bieten wir unseren Patienten das gesamte Spektrum der Akutgeriatrie. Besondere Schwerpunkte legen wir auf unfallbedingte, neurologische und internistische altersmedizinische Versorgung“, so Tenschert.

Unter dem Motto „So viel Hilfe wie nötig, soviel Selbstständigkeit wie möglich“, arbeitet ein interdisziplinäres Team aus Ärzten, diplomiertem Pflegepersonal, Pflegehelfern, Abteilungshelfern, der Überleitungspflege, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopädinnen, Sozialarbeiterin, klinischen Psychologinnen und Diätologinnen daran, den Betroffenen nach akuten Erkrankungen die Rückkehr in den Alltag und in ihre angestammte Lebensumgebung zu ermöglichen.

Enge Zusammenarbeit mit dem privaten Umfeld

„Ganz wesentlich für den Behandlungserfolg ist die intensive Zusammenarbeit mit den Betroffenen und deren Angehörigen. Dabei werden während des Aufenthalts laufend persönliche Therapieziele evaluiert und die aktive Mitarbeit der PatientInnen gefördert. Zudem suchen wir schon zu Beginn der Behandlung den Kontakt zu Angehörigen oder den Bezugspersonen. Wir besprechen alle nötigen Maßnahmen und organisieren auch Hilfsmittel oder Ansprechstellen für die Zeit nach dem Krankenhausaufenthalt“, so Theo Kellermann-Pfoser, Pflegeleiter der AGR.


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