Pilotprojekt für Schulen: damit Kinder „beherzt“ Leben retten können
ST. STEFAN-AFIESL. Das neue Pilotprojekt „Beherzt“ wurde an zwei Vormittagen erstmals in der Volksschule St. Stefan umgesetzt. Dabei steht das Thema Herzgesundheit im Fokus. Es soll auf mehrere Schulen im Bezirk ausgerollt werden.

Vor dem Hintergrund des dramatischen Herz-Kreislaufstillstandes eines dänischen Fußballspielers bei der Europameisterschaft 2021 kam die Idee auf, ein Projekt speziell für Kinder zu entwickeln, das die Aspekte „Vorbeugung“ und „Rettung“ bei Herzkreislauferkrankungen zusammenführt.
Früh übt sich...
Volksschulkinder lernen bereits ab der ersten Klasse mit dem Projekt „Mit Helfi kann ich helfen“ des Österreichischen Jugendrotkreuzes, wie man Erste Hilfe leisten kann. Dieses schulisch erworbene Wissen wurde im Rahmen von „Beherzt“ mit den Kooperationspartnern des Gesundheitszentrums Haslach, der neuen Community Nurse der Region um Haslach, dem Roten Kreuz Rohrbach und Helfenberg und der Gesunden Gemeinde St. Stefan-Afiesl praktisch wiederholt und geübt. Zusätzlich wurden die wichtigsten Aspekte der Vorbeugung von Herzerkrankungen durch die Expertinnen des Gesundheitszentrums Haslach Klara Mair (Ernährung), Simone Plank und Elisabeth Reiter (Bewegung, Yoga) und Andrea Winter (Achtsamkeit, Stressreduktion) vermittelt.
Vielfältige Wirkung
„Die vermittelten Techniken und Übungen sollen zudem helfen, die durch die Corona-Pandemie vermehrt aufgetretenen körperlichen und psychischen Probleme wie etwa Übergewicht, Ängste und depressive Störungen zu verbessern“, erklärt der Haslacher Arzt und Initiator Thomas Peinbauer.
Stationen erforschen
Im zweiten Teil von „Beherzt“ wurde gemeinsam mit den Experten des Roten Kreuzes kindgerecht die Durchführung einer Herz-Lungen-Wiederbelebung geübt, das Innenleben eines Rettungsautos erforscht, Verbände angelegt und der örtliche Defibrillator in einer kleinen Exkursion auf das Gemeindeamt aufgesucht und erklärt.
Alle waren begeistert
„Die sehr positiven Rückmeldungen der Eltern und der Lehrpersonen haben alle Erwartungen übertroffen“, zieht Thomas Peinbauer Bilanz. Auch seitens der Schule war die große Begeisterung der Kinder spürbar: „Die Kinder hatten wirklich großen Spaß und waren auch sehr interessiert. Wir Lehrerinnen nehmen uns mit den Schülern vor, diese tollen Yoga-Übungen oder auch die ‚Mutmachkarten’ zur Stärkung des Selbstvertrauens jetzt regelmäßig in den Unterricht einzubauen, damit sie Früchte tragen und automatisiert werden“, so Direktorin Erna Allerstorfer.
Maria Piermayr, mitverantwortlich für die Gesunde Gemeinde St. Stefan-Afiesl und Mutter einer Schülerin: „Ein wirklich tolles Projekt, meine Tochter war ganz begeistert… Wir haben zu Mittag schon gemeinsam Yoga gemacht.“
Ausrollung geplant
Das Projekt soll in weiterer Folge langfristig in den Volksschulen Haslach, Lichtenau und St. Oswald implementiert werden.


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