Philippinische Pflegekräfte haben Arbeit im Altenheim Haslach begonnen

Martina Gahleitner Tips Redaktion Martina Gahleitner, 30.11.2022 04:11 Uhr

HASLACH/BEZIRK. Um den Bedarf an Pflegekräften auch in Zukunft abdecken zu können, setzt der Sozialhilfeverband Rohrbach auf qualifizierte Zuwanderung: Zwei philippinische Frauen, die in ihrem Heimatland zur Diplompflegerin ausgebildet wurden, haben ihre Arbeit im Altenheim Haslach begonnen.

Kay Ivonne Estoce und Sheryl Matienzo haben beide mehrjährige Auslandserfahrung in ihrem Fachbereich. So weit weg von ihrer südostasiatischen Heimat waren sie aber noch nicht: Seit kurzem unterstützen sie im Altenheim Haslach als Heimhelferinnen die Betreuung und Pflege. „Der Einsatz der beiden Pflegerinnen und ihre Ausbildungs- und Integrationsbemühungen sind sehr hoch. Sie sind bereits gut im Team des Alten- und Pflegeheims Haslach angekommen“, freuen sich Heimleiter Siegfried Schörgenhuber, Pflegedienstleiterin Heidi Zimmermann sowie Zentralbetriebsrätin Anneliese Pfleger, die die beiden Zuwanderinnen in den ersten Wochen begleiten und betreuen.

Ergänzende Ausbildung

Neben der Tätigkeit im Heim ist eine Weiterbildung vorgesehen. Die Philippinerinnen verfügen durch ihr Bachelor-Studium über eine Ausbildung, die mit jener in Österreichs Fachhochschulen vergleichbar ist. Nach einer Einarbeitungszeit werden beide im Jahr 2023 Ergänzungsausbildungen beginnen und so entsprechende Berufsanerkennungen erhalten. Ein Einsatz bis zur Pflegefachassistentin bzw. diplomierten Krankenpflegerin ist möglich.

Zugänge sind dringend notwendig

Während in einigen oö. Heimen viele Betten wegen fehlendem Personal unbelegt bleiben, gibt es beim Sozialhilfeverband Rohrbach noch ausreichend Mitarbeitende in der Pflege. „Aber wir sind überzeugt, dass es eine qualifizierte Zuwanderung braucht, damit wir auch in Zukunft im Sozialbereich eine professionelle, umfassende Pflege und Betreuung sicherstellen können. Zum anderen werden unsere fleißigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Pflege entsprechend entlastet und unterstützt“, sieht Bezirkshauptfrau SHV-Obfrau Wilbirg Mitterlehner die Rekrutierung positiv. Mit Blick auf die bevorstehenden Pensionierungen in den nächsten Jahren brauche es Zugänge dringend, ergänzt sie. „Gibt es gute Erfahrungen, werden wir diese Möglichkeiten entsprechend für unsere weiteren Heime ausdehnen.“

Regionale Ausbildung

Die Rekrutierung von Pflegefachkräften aus Drittstaaten ist eine Initiative der Sozialhilfeverbände aus Oberösterreich, ausgehend vom Bezirk Perg. Bereits in mehreren Bezirken sind philippinische Frauen im Einsatz.

Zugleich gibt es aber auch Bemühungen, regional Ausbildungskurse anzubieten. So läuft derzeit ein Lehrgang Pflegeassistenz im Altenheim Rohrbach; im Altenheim Kleinzell ist für nächstes Jahr ein Heimhilfelehrgang in Planung. Dafür werden momentan laufend in jedem Haus Unterstützungskräfte im Wohnbereich mit Ausbildungsmöglichkeiten aufgenommen. Interessierte können sich bei den Heimleitungen und in der SHV-Geschäftsstelle melden.

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