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PEILSTEIN/BEZIRK. Krapfen sind in der Faschingszeit nicht wegzudenken. Die Idee geht zurück aufs Mittelalter und wurde anscheinend von der Kirche verbreitet.

Diese flaumigen Krapfen kommen aus dem Backofen. (Foto: hühnergeschrei.at)
Diese flaumigen Krapfen kommen aus dem Backofen. (Foto: hühnergeschrei.at)

Krapfen waren relativ billig und somit auch für die ärmere Bevölkerung leistbar, und zugleich nahrhaft. Geistliche empfahlen daher, Krapfen in der Faschingszeit zu essen, um noch etwas Energie für die bevorstehende Fastenzeit zu tanken. Zudem mussten vor dem Aschermittwoch noch alle Schmalz- und Eiervorräte vertilgt werden, denn in der Fastenzeit hieß es, auf tierische Produkte zu verzichten. Deshalb wird der Faschingskrapfen nach ursprünglichen Rezepten in Schmalz herausgebacken.

Eine etwas andere Variante gibt es untenstehend zu finden: Denn diese Faschingskrapfen kommen aus dem Backofen. Das Rezept stammt von Lisa Traxler aus Peilstein, die mit ihrer Schinken, Wolf & Hühnergeschrei-Kochbox jedes Monat ausgewählte Spezialitäten aus dem Mühlviertel verschickt. Nächster Liefertag ist der 3. März, die Box steht unter dem Motto: Dreierlei Knödel (www.huehnergeschrei.at)

Regionalität zählt

Damit die runde Köstlichkeit gleich nochmal so gut schmeckt, sollte man auf regionale Herkunft achten. Sowohl bei den Zutaten fürs Krapfenbacken zu Hause, aber auch im Supermarktregal. Für die Bäuerinnen ist daher die Herkunftskennzeichnung in verarbeiteten Produkten ein Gebot der Stunde. „Der Wunsch der Konsumentinnen und Konsumenten nach höchsten Standards in der heimischen Produktion ist verständlich und nachvollziehbar. Beim Einkauf wird jedoch fast ausschließlich auf den Preis geschaut. Aber ehrlich gesagt, bei einer 6er-Packung Marillenkrapfen um 1,99 Euro, da stimmt etwas nicht“, findet Landesbäuerin Johanna Haider. Österreichische Zutaten, regionales Handwerk und ein fairer Preis sind für Landesbäuerin Johanna Haider die wichtigsten Entscheidungskriterien beim Lebensmitteleinkauf.

Faschingskrapfen aus dem Backofen

Zutaten für 16 Mini-Krapfen:

1 Packung Trockengerm

50g Zucker

300g glattes Weizenmehl

125ml Milch

50g Butter + etwas Butter zum bepinseln

1 TL Honig

2 Dotter

Marmelade zum Befüllen und Staubzucker zum Anzuckern

Und so geht´s:

Die lauwarme Milch mit Zucker, Trockengerm und dem Honig vermischen. Danach kommt das Mehl und die klein geschnittene Butter hinzu. Alle Zutaten mit Hilfe der Küchenmaschine zu einem glatten Teig verarbeiten. Den Germteig zugedeckt an einem warmen Ort für ca. 1 Stunde gehen lassen.

Jetzt den Teig nochmals kurz durchkneten und in 16 gleich große Stücke teilen und diese zu Krapfen schleifen / formen. Tipp: Eher flach schleifen – die Krapfen gehen beim Backen noch recht auf, sonst hast du Kugerl und keine Krapfen. Auf ein Blech mit Backpapier legen und nochmals mit einem Tuch abdecken und ca. 30 Minuten gehen lassen.

Im vorgeheizten Backrohr bei 160 Grad Heißluft ca. 12 Minuten backen. Die Krapfen noch heiß mit zerlassener Butter bepinseln und anzuckern. Anschließend mit Marmelade füllen - das geht am Besten mit einer Krapfenspritze oder einem Spritzsack.


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