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KLEINZELL. Um die Lichtverschmutzung zu reduzieren, wird der Kleinzeller Kirchturm weniger lang beleuchtet.

Die Beleuchtung am Kirchturm von Kleinzell wurde reduziert. (Foto: Elisabeth Leitner)
Die Beleuchtung am Kirchturm von Kleinzell wurde reduziert. (Foto: Elisabeth Leitner)

Umweltausschuss, Pfarrgemeinderat und Gemeinderat haben sich darauf geeinigt, einen Beitrag zur Lichtreduktion zu leisten und die Einschaltzeiten der Kirchturm-Beleuchtung reduziert. „Zugegeben, ein kleiner Schritt, der jedoch viele Vorteile bringt“, sagt dazu die Obfrau des Umweltausschusses, Elisabeth Leitner: „Für den Lebensraum Kirchturm bedeutet die Reduktion die Sicherung von Nistplätzen bedrohter Tierarten, wie etwa Fledermäuse oder Turmfalken.“

Ein weiterer Schritt gegen die zunehmende Lichtverschmutzung folgte mit der Renovierung des Gemeindeamtes, wo die technische Schaltzentrale für eine bedarfsangepasste Straßenbeleuchtung geschaffen wurde. Mit modernen Lichtquellen und der gezielten Zeit- und Intensitätssteuerung wird jetzt eine spürbare Energieeinsparung und eine Senkung der Emission an Treibhausgasen erreicht.

Zu viel künstliches Licht

Das oö. Lichtmessnetz, das seit vier Jahren an 23 Messstationen die nächtliche Himmelsaufhellung aufzeichnet, zeigt, wie intensiv die Nächte durch künstliches Licht erhellt werden. Die Ursachen der Lichtverschmutzung reichen von intensiver Straßenbeleuchtung, der künstlichen Beleuchtung von Denkmälern und Gebäuden, der Geschäftsbeleuchtung bis hin zu Lichtquellen aus privaten Gebäuden. Das alles wirkt sich negativ auf Flora und Fauna sowie die Gesundheit von Menschen aus.

So wie Kleinzell könne jede Gemeinde schon mit einfachen Maßnahmen ihren Beitrag leisten und eine gezielte Intensitätsreduktion von künstlichem Licht bewirken, ist Elisabeth Leitner überzeugt: „Gemeinsam könnten wir in unserem Land mit vielen kleinen Schritten eine sichtbare Veränderung bewirken. Dann wäre es vielleicht auch möglich, dass wir wieder mehr Sterne beobachten können. Denn es ist bedenklich, dass durch die künstliche Aufhellung des Nachthimmels heute in Österreich nur mehr zehn Prozent der eigentlich mit freiem Auge sichtbaren Sterne zu erkennen sind.“


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