Linden am Pfarrkirchner Ortsplatz sind Geschichte
PFARRKIRCHEN. In Pfarrkirchen wurde ein Gemeinderatsbeschluss in die Tat umgesetzt und die beiden Winterlinden am Ortsplatz gefällt.

Schon im Juni hat der Gemeinderat einstimmig beschlossen, die beiden fast 100 Jahre alten Linden umzuschneiden. Ein Gutachten bescheinigte diesen eine Restlebensdauer von maximal zwölf Jahren. Statt der alten Bäume werden anlässlich der Ortsplatzgestaltung beim neuen Gemeindeamt zwei junge Linden gepflanzt.
Trotz Widerstand aus der Bevölkerung und auch der Vorlage von zwei weiteren Gutachten, die den Bäumen einen vitalen Zustand bescheinigen, ließ sich die Gemeinde nicht von den Plänen abbringen. Vor wenigen Tagen wurden die Winterlinden gefällt.
„Es war nicht umsonst“
Für Ulrike Pühringer, eine vehemente Kämpferin für die Linden, die bis zuletzt Überzeugungsarbeit geleistet hat, war der Einsatz trotzdem nicht umsonst: „Leute und Institutionen aus ganz Österreich haben Appelle an den Bürgermeister und die Gemeinderäte geschickt und viele haben drüber geredet. Sehr viele Menschen haben Anteil genommen und waren bewegt“, berichtet die Pfarrkirchnerin. Sie kritisiert zugleich die „impertinente Ignoranz aller Fakten und die mangelnde Information der Gemeindebürger. Das spricht nicht für ein Demokratieverständnis im Jahr 2023.“


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15.11.2023 00:03
Dazulernen, gescheiter werden ist nie verkehrt.
Ich wünsche allen unseren Gemeinderätinnen und Gemeinderäten sowie allen Leuten, die hier und anderswo leben, dass sie durch diese unselige Geschichte anfangen, nachzudenken, sich über Klimawandel und was man dagegen tun kann, informieren, und mit der Zeit gescheiter werden. Außerdem wünsche ich allen ein gutes Leben, vor allem für alle Kinder und Enkeln. Innige Grüße Ulli Pühringer