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KLEINZELL. Mit dem Spatenstich für das Gemeinschaftsprojekt „Wohnen mit Service“ gehen langjährige Vorarbeiten in die Umsetzung: Im Haus Wiederstein in Kleinzell entstehen bis Sommer 2025 zehn Wohneinheiten für Menschen, die im Alter nicht allein leben möchten.

  1 / 4   Viele Menschen tragen das Projekt Wohnen mit Service mit. Zum offiziellen Baustart griffen sie zu Hammer und Meißel. (Foto: Gahleitner)

Für Bürgermeister Klaus Falkinger ist das Projekt ein Meilenstein: „Wir rücken damit ältere Menschen ins Zentrum unseres Ortes und ins soziale Zentrum. Noch dazu wird mit der umfassenden Renovierung des Hauses Wiederstein der Ortskern aufgewertet.“ Mit dem Spatenstich wurden die Arbeiten offiziell gestartet, im Sommer 2025 soll das Wohnen mit Service-Projekt seiner Bestimmung übergeben werden.

Neben den zehn Wohneinheiten entstehen ein großer Gemeinschaftsraum, ein Werkraum für Hobbybastler und der Innenhof bekommt eine Gemeinschaftsterrasse. Alle Einrichtungen und Wohnbereiche werden barrierefrei gestaltet, außerdem stehen ausreichend Parkplätze zur Verfügung. Im Erdgeschoß des Gebäudes entstehen zudem Praxis- bzw. Therapieräume, für die ein Nutzer gesucht wird.

30 Investoren und ein rühriger Verein

Dass das Projekt überhaupt realisiert werden kann, ist zum einen den knapp 30 Investoren zu verdanken, die über die ProNah Genossenschaft das Vorhaben finanzieren. Zum anderen steht der Verein „Wohnen mit Service“ hinter der Initiative. Obmann Anton Hochenburger: „Wir wollen den künftigen Bewohnern Begleitung und Hilfe im Alltag bieten und uns darum kümmern, dass sie nach ihren Wünschen am sozialen Leben teilnehmen können.“ Wohnen mit Service soll ein Ort zum Leben und Wohlfühlen sein.

Kleinzell ist Vorreitergemeinde

Mit dieser neuen Wohnform für Menschen, die im Alter nicht alleine, aber dennoch selbständig leben möchten, nimmt Kleinzell eine Vorreiterrolle ein. „Wir haben sechs Bezirksaltenheime, aber damit können wir den künftig steigenden Bedarf nicht abdecken. Da braucht es andere Ansätze“, freut sich Bezirkshauptmann und Sozialhilfeverbands-Obmann Valentin Pühringer über die Initiative. Zumal diese auch Begegnungsmöglichkeiten zwischen den Generationen schafft.

Das Projekt wird von der Leaderregion Donau-Böhmerwald gefördert. Insgesamt sind 17 Gemeinden daran interessiert. Johannes Brandl von der SPES Zukunftsakademie sagt dazu: „Das Konzept steht und wenn es in einer Gemeinde ein passendes Objekt gibt, kann es umgesetzt werden.“ Aktuell ist St. Stefan die nächste Gemeinde, in der die Pläne schon weit fortgeschritten sind.


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