Ein astronomischer Blick ins neue Jahr
MÜHLVIERTEL. 2024 wird nicht von großartigen Himmelserscheinungen geschmückt werden. Trotzdem gibt es einige Ereignisse, die für den Himmelsbeobachter sehr interessant sein können. Siegi Ganser von den Astrofreunden Oberes Mühlviertel (AOM) hat sie für die Tips-Leser wieder zusammengefasst.

„Wer ein kleines Teleskop zuhause hat, sollte einmal versuchen, die zwei großen Planeten in unserem Sonnensystem zu beobachten. Der ,Herr der Ringe‘ Saturn zeigt sich noch für etwa zwei Monate. Jupiter mit seinen vier Galiläischen Monden und den schönen Wolkenbändern ist der Größte von allen. Er ist am Abend als heller Punkt noch für etwa drei Monate nicht zu übersehen. Für Frühaufsteher bietet sich unsere Nachbarin, die Venus, an, die im hellen Glanz im Südosten strahlt“, rät Siegi Ganser. Der Hobby-Astronom aus Kasten bei St. Peter betreibt eine eigene kleine Sternwarte und fängt als Astrofotograf auch die Highlights unseres Universums auf magisch erscheinenden Fotos ein.
Auch die Sonne hat im kommenden Jahr einiges zu bieten: Da diese zurzeit sehr aktiv ist, dürfen wir uns, genau wie im abgelaufenen Jahr, auch 2024 auf mehrere Polarlichter freuen. Polarlichter entstehen, wenn Sonnenwindteilchen mit dem Magnetfeld der Erde interagieren.
Wünsch' dir was
Wer noch nie Sternschnuppen beobachtet hat, dem bieten sich wieder drei starke Meteorströme an: Die Quadrantiden mit etwa 120 Sternschnuppen pro Stunde in der Nacht auf den 4. Jänner, der bekannte Strom der Perseiden am 12. und 13. August, der ebenso stark sein wird, sowie die Geminiden, der stärkste Schauer mit bis zu 150 Sternschnuppen pro Stunde am 15. Dezember.
Zu einer sehr kleinen Mondfinsternis mit etwa neun Prozent Verfinsterung kommt es in den Morgenstunden des 18. September.
„Auf was wir uns freuen können, sind einige größere und kleinere Kometen, die ihre Bahn um die Sonne ziehen. Einer davon ist ,C/2023 A3 Tsuchinshan-Atlas‘, der in den ersten zwei Oktoberwochen als freisichtiges Objekt am abendlichen Westhimmel zu sehen sein sollte“, hofft Siegi Ganser auf gute Sicht.


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