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SARLEINSBACH. Franz Reitinger, Historiker und Autor aus Sarleinsbach, hat Geschichten aus der Grenzregion gesammelt.

Cover-Abbildung des neuen Buches. Auf der hinterlegten Landkarte sind die Orte Rorpach, Sprinzenstein und Hasilach zu erkennen. (Foto: Cover: Bibliothek der Provinz)

„Herkunft. Grenzerfahrungen im Ländereck“ erzählt von persönlich erlebten und durchlittenen Geschichten in der Region zwischen Donau, Großer Mühl und Böhmerwald. Reitinger hat anhand von Briefen, Tagebüchern, Zeitungsartikeln und Prozessakten aus drei Jahrhunderten über Orte und Personen recherchiert und beleuchtet Phänomene, wie Auswanderung, Schmugglerwesen, Kriegsgefangenschaft, Schattenwirtschaft und Kinderverschickung. Warum etwa kämpft eine junge Frau aus Oberösterreich in Uniform aufseiten der Nordstaaten? Kann man sich ein halbes Schwein anstatt der Unterwäsche unter den Mantel binden? Ebenso liest man von einem Mädchen aus ärmlichen Verhältnissen, das in seinen Briefen von den Wundern des schweizerischen Wohlstandes berichtet.

Reitinger zeigt zudem das nicht immer einfache Leben von Bauern, Bäckern, Müllern, Schmieden oder Gastwirten auf. Der Autor will mit seinem Buch neue Sichtweisen auf die Grenzökonomie des Granit- und Hügellandes öffnen und zeigen, wie wir uns an historische Ereignisse erinnern.

„Herkunft. Grenzerfahrungen im Ländereck“ (528 Seiten mit zahlreichen Abbildungen) ist in der Bibliothek der Provinz erschienen und um 38 Euro im Buchhandel erhältlich.
ISBN: 978-3-99126-152-0

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