Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt
tips.at als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen

Mühlviertler Habichtskäuze machen sich in Niederösterreichs Wäldern heimisch

Martina Gahleitner, 16.07.2024 05:07

ALTENFELDEN. Drei Monate wuchs Habichtskauz Leopold im Tierpark Altenfelden heran. Jetzt übergab ihn Leiterin Barbara Laher an den Ornithologen Richard Zink, der gemeinsam mit einem Forscherteam ein Wiederansiedlungsprojekt realisiert.

  1 / 2   Barbara und Hermann Laher haben ihren jungen Habichtskauz an Richard Zink (r.) zur Freilassung im Wildnisgebiet Dürrenstein übergeben. (Foto: Tierpark Altenfelden)

Leopold – so hat ihn Tierpark-Besitzerin Barbara Laher genannt – ist bereits der dritte Habichtskauz für das Projekt der Veterinärmedizinischen Universität Wien. „Er wird im Wildnisgebiet Dürrenstein freigelassen“, berichtet die Altenfeldnerin. Zuvor kommt er aber noch für etwa drei bis vier Wochen in eine Großanlage für Vögel in diesem Gebiet, wo der junge Habichtskauz schrittweise an ein Leben in Freiheit gewöhnt wird.

„Als Zoo erfüllen wir nicht nur die Aufgaben der Erholung und Bildung, sondern auch des Artenschutzes und der Wissenschaft. Die Nachzucht eines europäischen Habichtskauz-Pärchens, das bei uns im Gehege am Eulenweg lebt, wird deshalb für das Projekt verwendet“, beschreibt die Tierpark-Chefin. Die Initiative wurde bereits vor 15 Jahren gestartet, Ziel ist die Rückkehr der großen Eule in die Wälder Österreichs. Das Zuchtnetzwerk besteht aus rund 50 Brutpaaren, die in insgesamt 32 Zoos und Zuchtstationen im In- und Ausland betreut werden (www.habichtskauz.at).

Seltene Tierarten im Park

Artenschutz ist im Tierpark Altenfelden generell ein wichtiges Thema. So ist der heimische Park etwa mit dem Dybowski-Hirsch, einer seltenen Sikawild-Art, im deutschen Erhaltungszuchtprogramm dabei; es leben hier seltene Haustierrassen wie das Zackelschaf oder die Pfauenziege und auch die Chapman-Zebras gehören zu den seltenen Vertretern ihrer Art.

Tierische Tauschbörse

Barbara Laher, die Vizepräsidentin des Österreichischen Wildgehege-Verbandes ist, betreut außerdem das Austauschprogramm für Europas Zootiere: Vier Mal im Jahr erstellt sie eine Liste über Tiere, die abgegeben oder gesucht werden, wobei 95 Zoos, Tierparks und Wildparks von ihr betreut werden. Auf diese Weise kommen in wenigen Wochen junge Polarfüchse aus dem Tierpark Neumünster nach Altenfelden.

Die weitest gereisten Mühlviertler waren einige Zwergotter – diese wurden in China ausgewildert und haben dort eine neue Heimat gefunden.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden