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400 Jahre Bauernkrieg: Lembach rückt den Frieden in den Blickpunkt

Martina Gahleitner, 01.10.2025 05:31

LEMBACH/MKR. Es war der 17. Mai 1626, als der oberösterreichische Bauernkrieg begann Lembach war dabei ein Zentrum des Aufstandes. Dieser Ereignisse gedenkt man im nächsten Jahr mit dem Schwerpunktthema Frieden, das sich durch alle Veranstaltungen und die ganze Bevölkerung ziehen soll. Am 16. Mai 2026 wird in Lembach außerdem die communale oö eröffnet.

Der Bauernkriegsbrunnen am Marktplatz von Lembach erinnert an die Aufstände von 1626. (Foto: Gahleitner)

Die Bauern hatten es vor 400 Jahren sehr schwer: Sie waren zu hohen Abgaben und hohen Arbeitsleistungen verpflichtet. Das führte zu großem Unmut und schließlich zum bewaffneten Widerstand. Beim ehemaligen Wirtshaus Habach in Lembach, wo heute noch eine Gedenktafel an die Ereignisse erinnert, kam es am 17. Mai 1626 zu einer tödlichen Auseinandersetzung zwischen Bauern und bayerischen Soldaten, nachdem ein Streit um ein geborgtes Pferd eskaliert ist. Die Bauern mobilisierten daraufhin ihre Kräfte, läuteten die Sturmglocken und riefen um Unterstützung auf. Das Gasthaus Habach wurde zu ihrem Hauptquartier. Der Kampf, mit dem die Bauern gegen soziale Ungerechtigkeit, aber auch für ihre Glaubensfreiheit kämpften, war jedoch von Anfang an zum Scheitern verurteilt, weil die Bauern der militärischen und politischen Macht des Kaisers unterlegen waren.   

communale oö startet in Lembach

Das Kulturformat communale oö steht 2026 ganz im Zeichen der Bauernaufstände von 1626 und wird am 16. Mai 2026 in Lembach eröffnet. Das Programm wird gerade ausgearbeitet, verrät Bürgermeisterin Nicole Leitenmüller. Fest steht bereits, dass es bei der zweitägigen Eröffnungsveranstaltung einen ökumenischen Begegnungsgottesdienst und einen großen Festakt geben wird.

Ganz Lembach soll sich mit dem Frieden beschäftigen

„Für uns war aber gleich klar, dass wir das Thema Frieden in den Mittelpunkt stellen wollen, denn das ist aktueller denn je“, betont Leitenmüller. „Vom Kleinkind in der Krabbelstube über die Schulen bis hin zum Altenheim, den Vereinen und Institutionen – ganz Lembach soll sich damit beschäftigen, wie Frieden geht.“

Der Kulturausschuss der Gemeinde und ein Kernteam von etwa 20 Leuten rund um Nicole Leitenmüller kümmert sich um die Planung und Organisation. Unter anderem sollen Räume und Möglichkeiten zur Begegnung entstehen oder etwa auch die Kriegssymbole beim Bauernkriegsbrunnen in Friedenssymbole verwandelt werden. Das Thema Frieden wird aber auch in den bestehenden Veranstaltungen im nächsten Jahr stets eingebaut.


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