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ST. MARTIN/OTTENSHEIM. Wenn es um Internet, Computer, Smartphone und neue Technologien geht, ist Bernhard Prokop ein gefragter Experte. Der St. Martiner ist Gründer und Geschäftsführer des Unternehmens Digitalzeug mit Sitz in Ottensheim, das sich – wie der Name bereits vermuten lässt – um alles „digitale Zeug“ kümmert. Das Team ist zudem als digitale Ombudsstelle des OÖ Seniorenbundes im Einsatz.

Digitale Alltagskompetenzen sind wertvoll. (Foto: thodonal - stock.adobe.com)
  1 / 2   Digitale Alltagskompetenzen sind wertvoll. (Foto: thodonal - stock.adobe.com)

Seinen Anfang nahm alles in der Corona-Zeit, als Bernhard Prokop eine bislang analoge Schule innerhalb von drei Wochen auf digitalen Unterricht umstellte. Damals habe er sich gefragt, wenn sich schon Junge teilweise schwertun, wie geht es dann erst den Älteren? Er machte also in Wien die Ausbildung zum zertifizierten digitalisierten Alltagstrainer für Senioren, startete die erste regionale digitale Notrufstelle in Walding und setzte schließlich mit seinem Unternehmen Digitalzeug und einigen Gemeinden ein Weiterbildungsprojekt um. „Mit kostenlosen Kursen konnten wir im Vorjahr von März bis September mehr als 700 Menschen erreichen – zum Großteil ältere“, berichtet Prokop.

Digitale Alltagskompetenzen

Ihm geht es darum, digitale Alltagskompetenzen zu vermitteln, damit die Leute neue Technologien sicher und selbstständig nutzen können. Umso mehr freut ihn die Einrichtung der Ombudsstelle für digitale Angelegenheiten beim OÖ Seniorenbund ein einzigartiges Angebot in Österreich, das von Digitalzeug betreut wird. Prokop und seine Mitstreiter Dieter Zeininger und Richard Schmaranzer sind seit Herbst Ansprechpartner für alle, die Unterstützung im Umgang mit digitalen Anwendungen brauchen.

„Das Angebot wird gut angenommen“, berichtet der Digitalexperte mit langjähriger Erfahrung. Da werden etwa Senioren sattelfest für Bankgeschäfte gemacht, digitale Notrufsysteme oder WhatsApp erklärt, es gibt Hilfe bei nicht funktionierenden Modems oder Tablets. Auch das Einrichten von Smartphones, Fragen zum Datenschutz oder ungewollt abgeschlossene Abos gehören zum Alltag. „Die Unterstützung reicht von einfachen Bedienungsfragen bis zu komplexen Anliegen. Wir bemühen uns, dass wir allen helfen können, auch wenn es manchmal herausfordernd ist“, sagt Prokop. Die ersten 15 Minuten sind kostenlos, das weitere Vorgehen wird dann gemeinsam abgestimmt.

ID Austria und Spam-Flut

Zentrales Thema sei die ID Austria, zu der besonders viele Fragen auftauchen. Ebenso rückt die digitale Sicherheit verstärkt in den Fokus. „Spam-Nachrichten über E-Mail, SMS, WhatsApp oder Telefon nehmen spürbar zu. Oft ist kaum zu unterscheiden, was echt und was fake ist. Viele Menschen fühlen sich dadurch verunsichert und unter Druck gesetzt“, weiß Prokop. Seine wichtigste Regel lautet daher: „Alles, was Angst macht oder Druck erzeugt, wird ignoriert. Nicht klicken, nicht antworten, nicht zurückrufen. Ist etwas wirklich wichtig, kommt es auf einem anderen Weg wieder.“

Er rät, Benachrichtigungen zu deaktivieren, unbekannte Anrufe stummzuschalten und Spam-Filter einzurichten. Alles Maßnahmen, die für mehr Ruhe sorgen. Noch ein einfacher Tipp vom Experten: Das Smartphone sollte einmal pro Woche für etwa zwei Minuten komplett ausgeschaltet werden.

Erreichbar ist die digitale Ombudsstelle telefonisch unter 0664 2539255, per Mail unter support@digitalzeug.at und online unter www.digitalzeug.at.Zur ID Austria wird es ab Februar an allen oö. Bezirkshauptmannschaften Beratungstage geben.


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