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Wieder mehr Drogenlenker im Bezirk Rohrbach erwischt

Petra Hanner, 03.02.2026 18:45

BEZIRK ROHRBACH. Im Bezirk Rohrbach ist die Zahl der Anzeigen wegen Fahrens unter Suchtmitteleinfluss im Jahr 2025 erneut gestiegen. Dieser Trend bestätigt sich in ganz Oberösterreich.

  1 / 2   Bei der Zahl der Drogenkontrollen drückt die Polizei aufs Gas. (Foto: (Symbolfoto) Benjamin B. Stöß - stock.adobe.com)

Wie Bezirkspolizeikommandantin Major Petra Schmied berichtet, wurden im Vorjahr 46 Anzeigen wegen Fahrens unter Suchtmitteleinfluss erstattet. Das sind rund zehn Prozent mehr als noch 2024.

Der Anstieg sei jedoch nicht allein auf ein verändertes Verhalten im Straßenverkehr zurückzuführen. „Wir kontrollieren intensiver und bilden derzeit zusätzliches Personal für den Einsatz beim Drogenvortest aus“, erklärt Schmied. Ein entsprechendes Testgerät steht im Bezirk zur Verfügung, und auch die Schulungen der Beamten zur Erkennung von Beeinträchtigungen durch Suchtmittel wurden ausgeweitet.

Breites Spektrum

Die Bandbreite der im Bezirk festgestellten Substanzen ist groß. „Wir haben alle Arten quer durch die Bank, von synthetischen Drogen bis hin zu klassischen Suchtmitteln“, so die Bezirkspolizeikommandantin. Die Herkunft der Mittel lasse sich oft schwer nachvollziehen. Eine beliebte Quelle ist inzwischen das Internet, einiges stammt auch aus dem benachbarten Ausland.

Mit den aktuellen Zahlen bewege sich Rohrbach im „normalen Mittelfeld“ der oberösterreichischen Bezirke, so Schmied.

Landesweiter Anstieg

Oberösterreich verzeichnete 2025 insgesamt 1.581 Anzeigen wegen Fahrens unter Suchtgifteinfluss oder der Verweigerung eines Drogentests – ein Plus von mehr als 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Darauf macht Verkehrslandesrat Günther Steinkellner (FPÖ) in einer Presseaussendung aufmerksam. Damit liegt das Bundesland österreichweit weiterhin auf Platz zwei hinter Wien.

Ein Langzeitvergleich verdeutlicht die Entwicklung: 2014 waren in Oberösterreich lediglich 160 Personen mit Suchtmittelbeeinträchtigung im Straßenverkehr angezeigt worden.

Alkoholfrei im Trend

Erfreulich zeigt sich hingegen die Entwicklung bei den Alkolenkern mit einem leichten Rückgang im Bezirk. Petra Schmied führt das auf die verstärkten Kontrollen zurück, aber auch auf einen gesellschaftlichen Trend. „Alkoholfrei ist ein absolutes Thema, vor allem junge Menschen konsumieren weniger Alkohol als früher.“


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