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Neue Broschüre erzählt Geschichten aus längst vergessenen Tagen über steinerne Denkmäler im Mühlviertel und Südböhmen

Petra Hanner, 13.02.2026 09:21

MÜHLVIERTEL. Unter dem Titel „Wenn Felsen Namen tragen“ sammelt, beschreibt und interpretiert ein grenzüberschreitendes Projekt Namen und Geschichten von Felsen und Steinen, die in der Region als natürliche Landmarken fungieren. In Kollerschlag stellte Forscher Wolfgang Strasser den jüngsten Band vor, der sich mit der Grenzregion Mühlviertel-Südböhmen beschäftigt.

Wolfgang Strasser hat mehr als 260 Felsformationen erforscht. (Foto: Hanner)
  1 / 3   Wolfgang Strasser hat mehr als 260 Felsformationen erforscht. (Foto: Hanner)

Schon die frühesten Bewohner der Region deuteten markante Felsen als Sitz überirdischer Mächte. „In christlicher Zeit wurden viele dieser Orte umgewandelt, überformt oder bewusst 'verteufelt'. Aus heiligen Steinen wurden Teufelsschüsseln, aus Opferplätzen Orte des Aberglaubens. Doch im Hintergrund blieb stets das Bewusstsein, dass diese Steine eine besondere Kraft in sich tragen“, so Wolfgang Strasser, der als Verantwortlicher für das Interreg-Projekt den „Böhmerwald neu entdeckte“, wie er sagt.

Große Namen und kleine Mysterien

Aus insgesamt 645 gelisteten Steindenkmälern hat er 260 auf österreichischer und böhmischer Seite ausgewählt und diese dokumentiert und beschrieben, darunter so bekannte wie den Dreisesselberg im Dreiländereck oder den Elefantenstein in Rechberg. Aber auch zahlreiche unbekanntere, teils vergessene Kleinode der Natur sind unter ihnen. Partner auf oberösterreichischer Seite war der Bezirksheimatverein Rohrbach.

Erhalten, pflegen, schützen

Ziel ist es, die öffentliche Wahrnehmung zu steigern, um Erhaltung, Pflege und Schutz sicherzustellen. Auch eine Einbindung in einen sanften Tourismus ist ein mögliches Ziel.

Nachdem Strasser bereits in anderen Regionen Oberösterreichs und Bayerns forschte, entstand nun die dritte, 155 Seiten starke – und in diesem Fall zweisprachige Broschüre, in der die Forschungsergebnisse aus dem Mühlviertel und Südböhmen nachzulesen sind.

Energie zum Nachspüren

Direktor Pavel Hubený vom Nationalpark Sumava jedenfalls begrüßt die Forschungsarbeit Strassers: „Auch für uns ist das sehr interessant. Wer sich Felsen nähert, der spürt ihre Energien. Sie besitzen eine große Anziehungskraft.“

Broschüre kostenlos anfordern unter office@naturdialog.at oder f.saxinger@eduhi.at

Download in Kürze auch unter www.ooegeschichte.at möglich


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