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BEZIRK ROHRBACH. Die Zukunft der Feuerwehren beschäftigte die Rohrbacher Florianis bei der jüngsten Bezirkstagung im Centro. Die Bilanz über das vergangene Jahr zeigte wieder auf, welch großes Engagement die fast 7.000 Mitglieder im Bezirk an den Tag legen: Sie leisteten 2025 freiwillige Arbeit im Gegenwert von knapp 15 Millionen Euro.

Rohrbachs Feuerwehr-Bezirkskommandant Thomas Stockinger zog Bilanz. (Foto: Hanner)
  1 / 2   Rohrbachs Feuerwehr-Bezirkskommandant Thomas Stockinger zog Bilanz. (Foto: Hanner)

In einer Talkrunde zum Thema „Feuerwehr 4.0 – Wohin geht die Reise?“ stellten sich Feuerwehr-Landesrätin Michaela Langer-Weninger, Rosenbauer Österreich-Geschäftsführer Michael Brunner und Landesfeuerwehrkommandant-Stellvertreter Michael Hutterer den Fragen von Moderator Josef Hödl (FF Hinterschiffl). Die künftige Finanzierbarkeit des Feuerwehrsystems wurde ebenso behandelt wie technische Herausforderungen oder das neue Krisen- und Katastrophenmanagement in Oberösterreich, das nächstes Jahr in den Probebetrieb gehen soll und im Ernstfall ein Lagebild in Echtzeit bieten kann.

Zur Finanzierung sagten Langer-Weninger und Hutterer, dass momentan an einigen Schrauben gedreht wird, um Gelder effektiver einzusetzen – etwa ein Gesamtbeschaffungsmodell oder ein Reparaturbonus für die Feuerwehrfahrzeuge. Auch die Standardisierung der Fahrzeuge soll finanzielle Vorteile bringen, aber auch den Feuerwehren vor Ort wertvolle Zeit sparen. Künstliche Intelligenz und alternative Antriebe sind für Feuerwehrausstatter Rosenbauer die Themen der Zukunft.

Ausbildung ist das A und O

Bezirkskommandant Thomas Stockinger betonte in seiner Rückschau, dass nur beständige Übung und Ausbildung sicherstellen, dass die Vielfalt der Einsätze bewältigt werden kann. Im Vorjahr reichte diese von einem kilometerlangen Ölteppich am Wasser über die Evakuierung eines Familienhotels bis hin zu den 219 Brand- und 1.456 technischen Einsätzen im Bezirk. Dabei leisteten die Florianis 167.826 Stunden. Müsste die öffentliche Hand das bezahlen, würde das 14,8 Millionen Euro kosten.

Verdiente Florianis

Zwei verdiente Kameraden wurden vor versammeltem Publikum geehrt: Michael Eder von der FF Nebelberg erhielt die Verdienstmedaille dritter Stufe für seinen Einsatz um den Feuerwehrmedizinischen Dienst und der Kommandant des Feuerwehrabschnitts Rohrbach, Andreas Pachner, wurde mit dem OÖ. Feuerwehr-Verdienstkreuz dritter Stufe geehrt.


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