Niederwaldkirchens Wanderwege führen auch zu einem Stück Zeitgeschichte
NIEDERWALDKIRCHEN. Im Wanderherbst laden in der Gemeinde Niederwaldkirchen fünf gut beschilderte Wege auf einer Länge von insgesamt 60 Kilometern dazu ein, die Gegend zu erkunden. Dabei kann man auch eine Besonderheit entdecken.

Der Verschönerungsverein kümmert sich darum, dass alle Wanderwege gepflegt und gut beschildert sind. Die rund 4 Kilometer lange Marktrunde führt rund um Niederwaldkirchen. Der Marterlweg zeigt auf 9 Kilometern die Vielfalt der Kleindenkmäler. 7 km lang ist der Mühlenweg Steinbach entlang des Pesenbachs, der vorbei an ehemaligen Mühlen führt. Schöne Ausblicke bietet der 8 Kilometer lange Panoramaweg. Zu den interessanten Stationen zählen etwa die lebensgroßen Granitfiguren des Künstlers Alfred Georg Lackner. Die 17 km lange Pesenbach-Hansberg-Runde führt auf den Hansberg, wo die Hans Schnopfhagen-Gedenkstätte zu finden ist.
Erinnerungsstätte entlang des Marterlwegs
Geht man auf dem Marterlweg oder auf dem 95 Kilometer langen Granitpilgerweg, kommt man auch an der Erinnerungsstätte an einen Flugzeugsabsturz in Drautendorf vorbei. Diese wurde vom Verschönerungsverein und dem Kameradschaftsbund errichtet. Hier wurde gegen Kriegsende, im November 1945, ein US-Bomber nach einem Angriff auf die Benzol-Werke in Linz im heutigen Vöest-Areal durch einen deutschen Jagdbomber abgeschossen. Von der achtköpfigen Besatzung waren vier Personen tot, vier überlebten. Noch heute ist so manche Schneise im Gelände erkennbar, ebenso sind Fundstücke in einer Vitrine ausgestellt.
Die Geschichtsforscher Klaus Stöttner und Rainer Eilmsteiner haben das Ereignis ausführlich dokumentiert. Eine Kurzfassung ist in der Topothek Niederwaldkirchen nachzulesen.








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