18 Jahre Lions-Jugendaustausch: Von Rohrbach hinaus in die Welt
HASLACH. Fast 100 Jugendliche aus dem Bezirk Rohrbach haben in den vergangenen 18 Jahren am Lions-Jugendaustausch teilgenommen und dabei andere Länder, Kulturen und Lebenseinstellungen kennengelernt. Auch im nächsten Jahr kann es für einige wieder auf Reisen gehen, die Anmeldefrist läuft bis 12. Oktober.

Für Lions-Vorstand Harald Dobersberger und seine Gattin Andrea ist der Jugendaustausch eine Herzensangelegenheit. Seit 18 Jahren setzen sich die Haslacher ehrenamtlich dafür ein, dass junge Menschen aus dem Bezirk hinaus in die Welt reisen und im Gegenzug internationale Besucher zu Gasteltern ins Mühlviertel kommen. 98 Jugendlichen haben die Haslacher bisher einen Auslandsaufenthalt ermöglicht; 107 jungen Leuten das Mühlviertel gezeigt – ein wahres Erfolgsprojekt. „Jugendliche sollen andere Länder, Kulturen, Religionen und Sprachen kennenlernen“, begründen sie ihren Einsatz. Ob Finnland, Türkei, Lettland, Bulgarien, Kanada oder gar Japan oder Taiwan – die ganze Welt wächst hier näher zusammen.
Auslandsaufenthalt für noch mehr Jugendliche
„Es ist eine sehr schöne Erfahrung, wenn man sieht, wie schnell Jugendliche unabhängig ihrer Nationalität, Religion und politischen Einflüssen Freundschaften schließen“, möchte Harald Dobersberger noch mehr junge Menschen hinaus in die Welt schicken. Dabei gibt es nur wenige Kriterien zu erfüllen, etwa das Alterslimit von 16 bis 22 Jahren und die Bereitschaft, sich mit den Regeln und Zielen des Jugendaustausches vertraut zu machen. Je nach Land verbringen die Teilnehmer eine oder zwei Wochen bei einer Gastfamilie und danach zwei Wochen im Lions-Camp. „Dort trifft man Jugendliche aus der ganzen Welt und findet Freundschaften fürs Leben“, schildert der Rohrbacher Löwe. Die Kosten sind überschaubar: Es müssen nur die Reisekosten und die persönlichen Ausgaben selbst bezahlt werden.
Der Outgoer verpflichtet sich im Gegenzug, dass im darauffolgenden Jahr ein ausländischer Jugendlicher für eine Woche bei der Gastfamilie hierzulande aufgenommen und verpflegt wird und gemeinsame Ausflüge unternommen werden.
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Jedes Jahr gibt es nur eine begrenzte Anzahl an Auslandsplätzen, daher lohnt sich eine rechtzeitige Bewerbung. Dobersberger rät: „Bei der Auswahl des Landes sollte man nicht nur ein Urlaubsland wählen, sondern ein Land, dessen Kultur sich von unserer unterscheidet, um Neues kennenzulernen.“ Hinter dem Jugendaustausch steht das weite Netzwerk der internationalen Lions-Organisation mit 1,4 Millionen Mitgliedern.








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