50 Jahre altes Vereinshaus wird aus dem Dornröschenschlaf geweckt
AIGEN-SCHLÄGL. Das Vereinshaus am Marktplatz in Aigen ist ein Haus mit Tradition und Geschichte. In den letzten Jahren ist der Betrieb aber mehr und mehr eingeschlafen. Das soll sich nun ändern: Das Stift Schlägl, in dessen Eigentum das Vereinshaus steht, will es nun wieder zu einem Ort machen, an dem Menschen zusammenkommen, feiern, Kultur erleben und gemeinsam Zeit verbringen.

Das Vereinshaus hat schon viel erlebt. 1977 errichtet, war es seinerzeit wohl eines der modernsten und schönsten Veranstaltungszentren im oberen Mühlviertel. Zahlreiche Hochzeiten, Kabarettveranstaltungen, Theateraufführungen und Musikveranstaltungen fanden hier statt. Mit dem Café im Obergeschoss war das Haus zudem ein beliebter Treffpunkt für Jung und Alt und über viele Jahre ein wichtiger Bestandteil des Aigener Ortszentrums.
Sanieren statt abreißen
Nun soll dieses Haus wieder zum Leben erwachen: „Man kann nicht Altes einfach wegreißen“, ist die klare Devise von Wirtschaftsdirektor Wolfgang Dobretzberger. „Das Haus hat Charakter und eine Seele, war ein Ort, an dem gefeiert, getanzt, gelacht und Kultur erlebt wurde. Das wollen wir wiederbeleben, erhalten, ihm eine neue Chance geben.“
Die Küche wurde bereits saniert und auch im Inneren präsentiert sich das Haus bereits heller und freundlicher, weitere Bereiche folgen. Der nächste Schritt wird bereits von außen sichtbar sein. Mit der Neugestaltung der Fassade soll das Gebäude künftig wieder stärker ins Auge fallen und seinem Standort mitten am Aigener Marktplatz gerecht werden. Auch der Eingangsbereich wird neu gestaltet. Er soll einladender, moderner und offener wirken.
Neuer Name gesucht
Auch der Begriff „Vereinshaus“ soll weichen, denn er wird dem neuen Konzept möglicherweise nicht mehr gerecht. Gesucht wird daher nach einer Bezeichnung, die moderner klingt und gleichzeitig zum Haus, zu Aigen-Schlägl und zu seiner neuen Funktion passt.
„Mit Neuem kombiniert, kann dieses Haus wieder hervorragend funktionieren und genutzt werden“, ist Wolfgang Dobretzberger überzeugt. „Es soll wieder ein Haus sein, in dem etwas passiert. Ein Haus, zu dem die Menschen gerne kommen und das mitten im Ort wieder spürbar lebt.“








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