Ulrichsbergerin wird Präsidentin der Soroptimistinnen in Österreich
ULRICHSBERG. Elfriede Haindl übernimmt eine verantwortungsvolle Aufgabe auf international vernetzter Ebene: Die Ulrichsbergerin, die Gründungsmitglied der Rohrbacher Soroptimistinnen ist, steht in den kommenden zwei Jahren an der Spitze der Soroptimist Union Österreich.

Beim Deutschsprachigen Freundschaftstreffen in Kärnten am vergangenen Wochenende wurde die Unions-Präsidentschaft offiziell an die 62-jährige Ulrichsbergerin übergeben. 2027 und 2028 wird Elfriede Haindl damit die 60 österreichischen Clubs mit ihren rund 1.800 Soroptimistinnen repräsentieren und leiten. Es ist eine Gemeinschaft berufstätiger Frauen, die sich ehrenamtlich für die Verbesserung der Lebenssituation von Frauen und Mädchen einsetzen. Der regionale Club Rohrbacher Land besteht seit 2010.„Wir wollen, dass Frauen und Mädchen ein selbstbestimmtes Leben führen können, dass sie Zugang zu Bildung und zur Gesundheitsvorsorge sowie finanzielle Unabhängigkeit erhalten und vor allem, dass sie ein gewaltfreies Leben führen können. Ohne Angst und Unterdrückung“, beschreibt Haindl die Ziele, für die sie sich künftig noch stärker einsetzen will. Ihre neue Funktion sieht sie nicht nur als Aufgabe, sondern auch als besondere Auszeichnung: „Es ist eine Ehre, sich für so wichtige Themen zu engagieren.“
Gemeinsam kann man viel bewegen
Als Gründungsmitglied des Clubs Rohrbacher Land und dessen Präsidentin von 2020 bis 2022 hat sie früh erfahren, wie viel man gemeinsam bewegen kann und wie wichtig und bereichernd die soroptimistische Tätigkeit ist – auf regionaler Ebene ebenso wie national und international. „Weltweit sind wir die größte Organisation von berufstätigen Frauen und in rund 100 Ländern mit 60.000 Mitgliedern vertreten“, erklärt Haindl. Als NGO hat Soroptimist International zudem Beraterstatus beim Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen (UN) und ist auch im Europarat in Straßburg vertreten.
Aufgabe mit viel Verantwortung
Warum sie sich dieser anspruchsvollen und zeitintensiven Aufgabe stellt, lässt sich für Haindl mit wenigen Worten beantworten: „In meinem Herzen brenne ich für den Soroptimismus“, sagt die künftige Präsidentin der SI Union Österreich. „Dieses Amt auszuüben, heißt Verantwortung und Verpflichtung zu übernehmen.“ Das in sie gesetzte Vertrauen empfindet sie als große Wertschätzung. Ihre Philosophie: „Bewusstmachen – Stellung nehmen – Handeln.“ „Gerade das Thema Gewalt erschüttert uns und begleitet uns beinahe täglich. Wir möchten uns als Frauenorganisation und NGO gesellschaftspolitisch einbringen und präventive, zielgerichtete Maßnahmen setzen. Wichtig sind hier vor allem Sensibilisierung und Bewusstseinsbildung.“
Ein selbstbestimmtes Leben
Was sie sich für Frauen und Mädchen wünscht, ist eine Gesellschaft, in der Selbstbestimmung selbstverständlich ist. „Dafür brauchen sie entsprechende Rahmenbedingungen und Gleichstellung in vielen Bereichen.“ Haindl möchte Frauen ermutigen, ihre Bedürfnisse und Chancen wahrzunehmen, und „dass sie sich zutrauen, ein klares Ja oder Nein auszusprechen.“








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